Nach ihrem gewohnt zeitlich mittelmässigen Wechsel aufs Rad beginnt Natascha Badmann eine fulminante Aufholjagd die sie bereits nach 70 Kilometer an die Spitze des Feldes katapultiert.

In der Folge kann sie sich auf den nächsten 50 Kilometer nicht von ihren Verfolgerinnen lösen, (Marshalls waren leider bei weitem nicht so gut wie in Hawaii) was grosses Gruppenfahren mit den Altersklasse Athleten zur Folge hatte.

Vorsprung schmilzt

Wütend darüber, startete die Oftringerin ihren Angriff und löste sich von allen um alleine mit über drei Minuten Vorsprung an der Spitze zu fahren. Leider zahlte sich das nicht aus, da die Gruppe dahinter wieder näher kam.

Auf einmal schoss die spätere Gewinnerin im Gefolge von Age-Group-Athleten vorbei, während die 46-Jährige beim Erbrechen war. Sie wechselte trotzdem an zweiter Stelle auf die Laufstrecke auf der sie aber nicht ihr gewohntes Lauftempo laufen konnte.

Gewohnte Pace verpasst

Weiteres zweimaliges Erbrechen und erschwerte Nahrungsaufnahme hinderten sie an ihrer im Training gewohnten Pace. Die Analyse wirft Fragen aus: War es «Überpacing» auf dem Rad?

Oder neu gegangene Wege in der Wettkampfernährung, welche zwar in härtesten Bedingungen getestet wurden? Vielleicht war es auch die leichte Grippe, die Badmann bis fünf Tage vor dem Rennen nicht ganz fit sein liess.

Trotzdem erlief sie sich den 4. Gesamtrang vor diversen Ironman-Gewinnerinnen. Dieses Resultat trug ihr die 99% sichere WM-Hawaiiqualifikation ein. Die neuen Trainingsmodule haben sie wieder an die Weltspitze gebracht.