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3:0 im Spitzenspiel: Der FC Aarau flirtet mit der obersten Liga

Justine Eugster (FCA, rechts) traf im Spitzenkampf.

Justine Eugster (FCA, rechts) traf im Spitzenkampf.

Die Frauen des FC Aarau gewinnen den Spitzenkampf gegen Neunkirch mit 3:0. Nach fünf Runden grüssen die Aarauerinnen nun vom Leaderthron. Trainer Christoph Gautschi will sich durch den Anblick der Tabelle allerdings nicht blenden lassen.

Das Team von Trainer Christoph Gautschi ging von Beginn weg mit der nötigen Aggressivität in die Zweikämpfe, schenkte dem in dieser Saison noch ungeschlagenen Gegner in der eigenen Platzhälfte nur wenige Freiräume und bestach in der Offensive mit einer bisher noch unbekannten Eigenschaft: «In den letzten Spielen brauchten wir unzählige Chancen, jetzt führten unsere Möglichkeiten stets zu Toren», sagte der zufriedene Gautschi nach dem Spiel über die Effizienz seiner Stürmerinnen.

Übergewicht im Mittelfeld

Für den Trainer ist auch das neue Spielsystem ein klarer Vorteil: «Wir spielen mit einem 3-5-2 und haben so im Mittelfeld ein klares Übergewicht.» Tatsächlich führten die beiden Mittelfeldakteurinnen Michelle Villiger und Livia Stalder auf magistrale Art und Weise Regie. Stalder bereitete nach knapp einer halben Stunde das wichtige 1:0 durch Julia Lyskawa vor und Villiger lancierte kurz nach der Pause Justine Eugster mit einem Zuckerpass, welchen die Stürmerin nur noch einzuschieben brauchte. Jasmin Lörtscher sorgte schliesslich drei Minuten nach ihrer Einwechslung für den Schlusspunkt einer starken Partie. «Im Moment klappt einfach alles», freute sich Gautschi nach dem verdienten Sieg, «wir haben einen richtigen Lauf.» Bereits seit vier Pflichtspielen steht sein Team ohne Gegentor da.

Zwei Kampfansagen

Nach fünf Runden grüssen die Aarauerinnen vom Leaderthron, blenden lassen will sich Gautschi durch den Anblick der Tabelle allerdings nicht: «Jeder kann in diesem Jahr jeden schlagen.» Trotzdem: Das 3:0 gegen Neunkirch war eine deutliche Kampfansage an die Konkurrenz. «Ich bin überzeugt, mit dieser Mannschaft geht noch mehr», setzt Gautschi noch einen drauf. «Langfristig muss das Ziel NLA heissen», sagt der Coach, «diese Saison wollen wir zuerst aber einmal die Aufstiegsrunde erreichen.» Mit einem Lächeln fügt er hinzu: «Wenn der Aufstieg schon diesmal klappt, nehmen wir ihn auch.» Träumen ist in Aarau definitiv erlaubt. Und wer weiss: Im Frühjahr 2013, wenn die letzten und entscheidenden Runden anstehen, steigen auch die Temperaturen wieder – perfekte Voraussetzungen für einen heissen Flirt mit der NLA.

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