2:0 gegen Wil, 3:2 gegen Chiasso, 3:0 gegen Rapperswil und 3:1 gegen Schaffhausen: Der FC Aarau rollt das Feld der Challenge League von hinten auf.

In Chiasso und in Schaffhausen bewiesen die Aarauer Charakterstärke: Gegen die Tessiner gerieten sie 0:1 und 1:2 in Rückstand und drehten die Partie noch. Gegen die Schaffhauser waren sie zur Pause 0:1 in Rückstand und siegten noch 3:1.

Wie sagt FCA-Mittelfeldspieler Olivier Jäckle so treffend: «Vor zwei Monaten hätten wir das Spiel in Schaffhausen nach dem 0:1 nicht mehr gedreht. Dieser Sieg ist ein Beweis für die grosse Moral innerhalb des Teams.»

FCA-Torhüter Djordje Nikolic

FCA-Torhüter Djordje Nikolic

Nachfolgend drei weitere Erkenntnisse aus dem Spiel gegen Schaffhausen:

Erkenntnis 1: Mit der Verpflichtung von Djordje Nikolic hat der FC Aarau im Sommer einen Top-Torhüter verpflichtet. Der 21-jährige Serbe verhinderte gegen Schaffhausen mit einer sensationellen Parade kurz vor der Pause das 0:2. Ein ähnliches Kunststück gelang ihm in Chiasso. Beim Stand von 1:0 für die Tessiner vereitelte er mit wachem Reflex einen Zweitore-Rückstand. Und beim 2:0-Sieg gegen Wil bewahrte Nikolic sein Team beim Stand von 0:0 mit einer Klasse-Abwehr vor einem Rückstand. Nikolic gab sein Debüt beim FCA am 11. August beim 0:2 in Wil. In den bisherigen zwölf Meisterschaftsspielen gab es für Nikolic fünf Siege, ein Unentschieden und sechs Niederlagen. Der 1.95 Meter grosse Torhüter spielte zweimal zu Null (Wil 2:0, Rapperswil 3:0) und kassierte insgesamt 19 Treffer. 

Erkenntnis 2: Der FC Aarau hat gegen Lausanne noch immer keine gesperrten Spieler. Der FC Schaffhausen und Aarau lieferten sich ein intensives Spiel. Die Zweikämpfe waren geprägt von Härte, teilweise sogar von Aggressivität. Für Schiedsrichter Nicolas Jancevski war es alles andere als eine einfache Partie. Mit Mevlja, Bunjaku, Goncalves und Castroman sahen vier Schaffhauser die gelbe Karte. Pikant: Obwohl der FC Aarau alles andere als lammfromm auftrat, kam er ohne Verwarnungen davon. Giuseppe Leo, Linus Obexer, Olivier Jäckle, Elsad Zverotic und Varol Tasar bleiben auf ihren drei Verwarnungen sitzen, sind also nach der nächsten gelben Karte verwarnt. Trifft es gegen Lausanne jetzt einen oder gar mehrere FCA-Spieler? 

Erkenntnis 3: Nach vier Siegen in Serie steigt beim FC Aarau die Erwartungshaltung. Gegen Lausanne und Vaduz hat der FC Aarau in den nächsten Spielen Heimvorteil. Am kommenden Sonntag, 15 Uhr, gastiert Lausanne im Brügglifeld. An die Waadtländer haben die Aarauer gute Erinnerungen. Die Mannschaft von Trainer Patrick Rahmen schaffte am 21. September in der siebten Meisterschaftsrunde mit einem 1:1 in Lausanne den ersten Punktgewinn in dieser Saison. Der Rückstand des FC Aarau auf den nächsten Gegner beträgt momentan neun Punkte. Gewinnt der FC Aarau zum fünften Mal in Serie, wären es nur noch sechs Zähler.  ​

Cheftrainer Patrick Rahmen zeigt an, wo es mit dem FC Aarau jetzt hingehen soll: nach vorne.

Cheftrainer Patrick Rahmen zeigt an, wo es mit dem FC Aarau jetzt hingehen soll: nach vorne.