STV Baden Handball

Warum kann Städtli einfach nicht gegen Steffisburg gewinnen? Diese Frage drängte sich jedem Badener Supporter auf, denn einmal mehr hat man im Berner Oberland ein Spiel aus der Hand gegeben, das man eigentlich schon für sich entschieden hatte. Aber der Reihe nach:

Starker Start ins Auswärtsspiel

Städtli 1 startete sehr gut ins Spiel und lag fast die ganze Halbzeit lang mit zwei Toren vorn. Pascal Bühler gelang ein Start nach Mass, denn er erzielte bereits in der ersten Halbzeit fünf seiner am Schluss total acht Tore. Leider musste er nach etwa zehn Minuten vom Feld, da er sich den Fuss verletzt hatte, und konnte erst wieder weitere zehn Minuten später eingesetzt werden.
Der neue Chef im Angriff, Phil Seitle, stand ihm mit seinen vier Toren nicht nach, wenn auch drei davon auf Siebenmeter erzielt waren. Im Tor spielte Marco Wyss seinen Part sehr gut und entschärfte in den ersten 25 Minuten sechs Bälle! Das Highlight aber war die erste Strafe für Gian Grundböck: In diesen zwei Minuten traf Pascal Bühler zwei Mal, während die Berner ohne Torerfolg blieben.
Trotz fünfmaligem Gleichstand war Städtli 1 einfach wacher, wollte mehr, und so stand es in der Halbzeit 13:15 für den Gast. In der Halbzeit vorn – das hatten die Aargauer in Steffisburg noch nie erlebt!

Ladehemmung nach dem Pausentee

So gut der Beginn des Spieles gelungen war, so deutlich ging der Start der zweiten Halbzeit regelrecht «in die Hosen»! Nach vier gespielten Minuten lag Städtli 1 bereits zwei Tore im Rückstand – ohne selber einmal getroffen zu haben!
Von da an, etwa ab der 34. Minute übernahmen die Hausherren das Zepter und führten mit bis zu zwei Toren – bis zur 42. Minute – Gleichstand und sogleich wieder die Führung für Baden (20:21) – leider nicht für lange!
Nun dauerte es zehn Minuten, mit Vorteilen der Berner, bis der Gleichstand in der 54. Minute wieder hergestellt werden konnte! In dieser Phase konnten zwei Badener alleine auf den gegnerischen Torhüter losziehen – Lattenschuss und Parade.
In der zweiten Halbzeit wurde Remo Hochstrasser zum Torgaranten, er konnte nach sehr schönen Pässen alle vier Bälle im Tor unterbringen. Am Ende nützte aber auch das nichts: Die Steffisburger spielten clever die verbleibende Zeit herunter und brachten schliesslich beide Punkte ins Trockene. Déjà vu. Auf den ersten Sieg gegen Steffisburg müssen wir weiter warten...