Brügglifäld olé!
25.11.2009: Das beste Fussball-Musikvideo aller Zeiten – über den FC Aarau

25.11.2009: Der FC Aarau erlebt gerade eine gute Phase, beendet die Super League zwei Mal in Folge auf Rang 5. Mitten im Hoch wird ein Gute-Laune-Song ins Internet eingespiesen, der in Fankreisen längst Kult ist: «Brügglifäld olé, Brügglifäld ola!»

Ralf Meile, watson.ch
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Verschneiter Rasen, rote Plastikstühle, zwei einsame Fans. Mit dieser Einstellung beginnt ein Musikvideo für die Ewigkeit. Die beiden, es wird sich noch herausstellen, sind betätigen sich als Sänger. Plötzlich erspähen sie einen gelben Ball auf dem Platz. Klar, dass sich das magische Zweieck diese Chance nicht nehmen lässt, ein gepflegtes Kurzpass-Spiel auf den Rasen des Brügglifelds zu zaubern!

«Sit ehr bereit für nes Fuessballfäscht?», brüllt plötzlich einer des Duos in die Kamera. Schnitt – und wir sind nicht mehr im kalten Stadion, sondern bei feurigen Damen in einer Tanzschule. Aaaaarrrrriba!

Knapp 40'000 Views hat das Musikvideo auf Youtube mittlerweile. Die Zahl derer, denen sich der Sinn der Verbindung zwischen tanzenden Samba-Mäusen und dem FC Aarau erschliesst, dürfte wesentlich kleiner sein. Vielleicht sind sie eine Erinnerung an glorreiche Zeiten mit Ratinho. Oder an weniger glorreiche mit David Opango, dem Pelé aus Burundi.

Gesichert ist, dass die Schweizer Fussballgeschichte dank dem Song des ehemaligen FC-Aarau-Vizepräsidenten Daniel Probst aus dem Jahr 2000 um einige wichtige Zitate reicher ist. Voilà!

Nach dem Song der Abstieg

Der FC Aarau hat noch mehr musikalischen Support. In der Band «Die Schwalbenkönige» sind mit den Autoren Pedro Lenz und Wolfgang Bortlik zwei bekannte Schweizer Kreativköpfe an Bord, die dem Brügglifeld ebenfalls schon eine Ode widmeten: «Brügglifäld, s'schönschti Stadion vo dä ganze Wält!» (Hier als mp3-Datei)

Am Ende der Saison 2009/10, in welcher «Brügglifäld olé» veröffentlicht wird, steigt der einst als «unabsteigbar» geltende FC Aarau ab. Song und Video hätten indes die Champions und nicht die Challenge League verdient. Mindestens!