Gigathlon
25 000 Liter stehen für die Gigathleten bereit

Über 6000 Personen nehmen dieses Wochenende im Raum Aargau-Solothurn am Gigathlon teil. Eine grosse Herausforderung dürfte für die Sportler das Wetter sein. Es werden Temperaturen von 30 Grad und mehr erwartet.

Christoph Zehnder
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Gigathlon 2012: 25000 Liter Getränke stehen bereit. (Archiv)

Gigathlon 2012: 25000 Liter Getränke stehen bereit. (Archiv)

Die Gigathlon-Strecke führt die Sportlerinnen und Sportler über insgesamt 460 Kilometer und 7500 Höhenmeter. Ausgangspunkt und Zentrum des zweitägigen Sportevents von Swiss Olympic ist Olten. In den fünf Disziplinen Inline, Laufen, Schwimmen, Bike, und Velo bewältigen die Teilnehmer unterschiedlichstes Terrain.

Selbst erfahrene Ausdauersportler kommen hier an ihre Leistungsgrenze. Erst recht bei Temperaturen von 30 Grad und mehr. Als Organisatorin setzt Swiss Olympic deshalb grossen Wert auf die umfassende Versorgung der Teilnehmer.

Oberstes Gebot ist die Prävention: «Alle Teilnehmer wurden vorgängig schriftlich informiert, wie sie sich am besten vorbereiten können und was es zu beachten gilt», erklärt Gigathlon-Mediensprecher Daniel Stegmann. «Am Anlass selbst stehen 25'000 Liter Getränke bereit. Auf einigen Abschnitten ist es für die Teilnehmer sogar obligatorisch, Getränke mitzuführen. Ausserdem erhält jeder Teilnehmer Sonnencreme.»

Hitze führt zu Kozentrationsmangel

Das Ressort Sanität unterliegt seit 2007 dem Rettungsdienst Davos. Die Bündner haben viel Erfahrung in der medizinischen Versorgung an Grossanlässen und sind mit einem Team von rund 30 Personen und mehreren Fahrzeugen vor Ort. Die Bündner arbeiten Hand in Hand mit lokalen Rettungsdiensten, Spitälern, Samaritern und Rega. Kleinere Verletzungen werden vor Ort behandelt. So können Infusionen - etwa im Falle einer Dehydrierung - gleich an Ort und Stelle gelegt werden. Ebenso werden kleinere Wunden vom Medi-Team selber genäht.

«Der Gigathlon ist immer wieder anders», erklärt Walter Kistler, Co-Chefarzt vom Spital Davos. Letztes Jahr führte die Strecke im Wallis noch auf über 3000 Meter über Meer, während dieses Jahr eher die Hitze eine grosse Herausforderung an die Teilenhmer stellt. Kistler weiss, wo die neuralgischen Punkte sind: «Inline ist immer eine kritische Disziplin» erklärt der Arzt. Dies gelte umso mehr bei grosser Hitze. «Die Leute sind dann schneller erschöpft und die Konzentration lässt nach.» Stürze sind die logische Folge.

Im Gegensatz dazu sind die Schwimmer schon fast zu beneiden. Sie legen am Samstag die neun Kilometer lange Strecke Altreu-Solothurn in der etwa 19 Grad kühlen Aare zurück. Neopren-Anzüge sind dabei Pflicht. Am Sonntag geht es nochmals drei Kilometer durch den Sempachersee bei rund 22 Grad Wassertemperatur.

Aber auch die Laufstrecke als letzte der fünf Disziplinen hat es in sich. Im fährt deshalb stets medizinisches Personal mit. Ausserdem sorgen bei einigen Versorgungsposten Sprinkleranlagen für eine kleine Abkühlung.

Zu einer unfreiwilligen Erfrischung könnte es im Verlaufe des Sonntagnachmittags kommen. Dann sind nämlich die ersten Gewitter angesagt.