Schweizer Cup

2:1-Sieg in der Verlängerung – Der FC Aarau kommt gegen Amriswil mit einem dunkelblauen Auge davon

Der FC Aarau spielt in Amriswil sehr schlecht, gewinnt aber das Cupspiel gegen den drei Klassen tiefer angesiedelten Gastgeber 2:1 nach Verlängerung.

Der FC Aarau ist bei seinem Ausflug in den Thurgau mit einem dunkelblauen Auge davongekommen. Dank einem Tor von Captain Gianluca Frontino in der vorletzten Minute der Verlängerung besiegte das Challenge-League-Schlusslicht den FC Amriswil aus der interregionalen 2. Liga 2:1.

Während die Aarauer den Siegtorschützen aus Erleichterung fast erdrückten, lagen die tapferen Gastgeber erschöpft auf dem Boden. Wie wenig hatte doch gefehlt, und sie hätten sich nach heroischem Abwehrkampf ins Penaltyschiessen gerettet. Und in diesem….

Auch wenn die Gäste am Ende den Kopf aus der Schlinge zogen und eine Runde weiter sind, kommt ihre Vorstellung einer Blamage gleich. «Ui, wie schwach sind die denn!», war immer wieder von einheimischen Zuschauern zu hören.

Weil der zuvor verwarnte Kevin Bärlocher sein Penaltytor zum 1:1 in der 85. Minute zu frenetisch gefeiert und das Trikot ausgezogen hatte, musste er mit gelb-rot vom Platz. Die Aarauer spielten also während der gesamten Verlängerung mit einem Mann mehr und fanden bis zur 119. Minute trotz einiger hochkarätiger Torchancen gleichwohl kein Rezept, den drei Ligen tiefer spielenden Gegner in die Knie zu zwingen.

Eigentlich sogar in doppelter Überzahl

Wobei: Ein Mann mehr wird der Realität der letzten 25 Minuten noch nicht einmal gerecht, denn der Amriswiler Edis Hasani war derart angeschlagen, dass er nur als Statist in der Nähe des Mittelkreises stand, aber nicht mehr ausgewechselt werden konnte und sein Team im Prinzip sogar in doppelter Unterzahl agierte. Und dennoch das Glück brauchte, dass der Schiedsrichter nach einem Foul an Fabio Moser nicht einen zweiten Penalty gegen die Gäste pfiff.

Dem FC Aarau war nach vier Niederlagen in der Meisterschaft die Verunsicherung vom Scheitel bis zur Sohle anzusehen. Selbst der Führungstreffer zum 1:0 (20.) von Mickael Almeida nach guter Vorarbeit von Marco Schneuwly hatte nicht dazu geführt, dass sein Spiel besser wurde. Natürlich, der Ausgleich der Amriswiler hatte eigentlich kaum einmal in der Luft gelegen. Aber fünf Minuten vor Schluss geschah, was halt immer passieren kann.

Ein unverhofft in den Aarauer Strafraum gepreschter Amriswiler wurde von Raoul Giger gefoult, was zum Penaltytor Bärlochers führte. Es war der Tiefpunkt eines spielerisch rabenschwarzen Aarauer Spätnachmittags. Ob der Sieg im Hinblick auf das Heimspiel gegen Chiasso am nächsten Samstag ein Befreiungsschlag ist, muss angesichts der präsentierten Leistung bezweifelt werden.

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