Mit über 200 Kindern am Start war die Beteiligung noch phänomenaler als im letzten Jahr. Während die Top-Athleten über die Langdistanz Racebriefing und Wettkampfbesprechung im Stadtsaal hatten, machten sich bei herrlichem Sonnenschein draussen die Powerkids bereit für ihren grossen Renneinsatz.

Am ersten Tag des 26. Powerman Zofingen standen im Rahmen der Powerkids die Kinder im Alter von 1 bis zu 13 Jahren, aufgeteilt in fünf verschiedene Kategorien, ganz alleine im Scheinwerfer- oder eben im Sonnenlicht. «Kann ich mich noch nachmelden», fragte die elfjährige Sophie Lustenberger mit Blick zu ihrem Vater Fabian, der es erstmals verschlafen hatte, seine jüngste Tochter rechtzeitig anzumelden. «Das tut mir leid, doch es reicht ja nun gerade noch», so der Walterswiler, der früher selbst aktiv Sport betrieben hatte und zwar als Fussballer beim FC Luzern bis zu den Inter C-Junioren.

Sophie ist bisher in den letzten sechs Jahren in allen PowerKids-Kategorien an den Start gegangen. «Ich mag den Powerman Zofingen, weil man neben dem Laufen auch Velofahren kann.» Früher machte auch noch eine ihrer älteren Schwestern am Powerman Zofingen mit. «Heute ist sie aber 16 Jahre alt und hat andere Interessen.»

Zwillings-Geschwister am Start

Ganz süss waren die beiden siebenjährigen Zwillings-Geschwister Seraina und Jan Beck aus Strengelbach, die bei den Panthers an den Start gingen. «Wenn wir jeweils zusammen trainieren, machen wir auch schon ´mal einen Wettkampf daraus, vor allem beim Rennen», meinte Seraina Beck, um anzufügen, «ich bin sehr nervös, weil es mein erstes PowerKids-Rennen ist».

Während sie beide Sportarten gleich gerne hat, bevorzugt ihr Bruder eher das Velofahren. «Wir sind zwar Zwillings-Geschwister, doch wir machen unser eigenes Rennen», machte Jan klar, dass das Duo nicht alles gemeinsam macht.

Wie die Mutter so die Kinder

Viele Mütter und Väter starten erst am Sonntag, ihre Kinder waren schon am Samstag an der Reihe. So war’s auch bei Familie Baumberger aus Schöftland. Mutter Jacqueline macht Duathlon-Rennen seit 2002. «Dies zum Spass, weshalb ich am Powerman Zofingen-Sonntag auch nur über die Kurzdistanz starte.»

Speziell hervorgehoben wurde die tolle Ambiance bei den Powerkids-Rennen. «Die Stimmung hier ist ganz einfach einzigartig!» Wie die Mutter so die Tochter, startete die fünfjährige Lara heuer doch schon zum dritten Mal und ihr achtjähriger Bruder Luca zum zweiten Mal. «Ich fahre lieber Velo», meinte der Nachwuchs übereinstimmend. «Stimmt», bestätigte die Mutter. «Wenn ich jeweils Joggen gehe, begleiten mich die Kinder auf dem Velo.» Lara hat stets den gleichen Begleiter dabei: «Mein Maskottchen, die Ente, darf immer mitkommen, auch heute.»

200 Kids, ein Hit

Bei den Powerkids gingen heuer etwas mehr als 200 Mädchen und Knaben an den Start, rund ein Dutzend mehr als im letzten Jahr und 85 mehr als vor zwei Jahren. «Es sind also wieder so viele Kids wie zu unseren besten Zeiten», so Stephan Aregger, Ressortleiter Powerkids.

«Je schöner das Wetter ist, umso mehr Nachmeldungen gibt es.» Laut Aregger kann das jeweils bis zur Hälfte der PowerKids-Startenden ausmachen. Auffällig war am ersten Wettkampftag auch die umgestaltete, noch professioneller wirkende Arena: «Weil wir praktisch schon alle Werbebanden installieren konnten, kam bei den Powerkids eine gewisse Rennathmosphäre auf», so der Wangner. «Für mich der schönste Moment ist es jeweils, wenn die Kinder mit einem Strahlen in den Augen ihr Finisher-T-Shirt und ihre Medaille in Empfang nehmen können.»

WM-Tag am Sonntag

Am Sonntagmorgen um 8 Uhr fällt der Startschuss zu den 2014 Zofingen ITU Powerman Long Distance Duathlon World Championships. Die Frauen sind zuerst dran, um 9 Uhr kommen die Männer zum Zuge. Auf dem WM-Programm stehen 10 Lauf-, 150 Rad- und nochmals 30 Laufkilometer. Um 9.35 Uhr starten die Teams. Um 9.45 Uhr (Frauen), und um 9.50 Uhr (Männer) erfolgt der Start zum Shortdistance-Duathlon über 10 Lauf-, 50 Rad- und 5 Laufkilometer.

Ab 10.45 Uhr sind die Powerman CHARITY-Teilnehmer mit vielen Promis wie etwa Zofingens Stadtammann Hans-Ruedi Hottiger, fünf EHC Olten und drei FC Aarau-Cracks, Ex-Handball-Nati-Star Carlos Lima, dem Ex-Profi-Radrennfahrer Dani Schnider, der Aargauer Nationalrätin und OL-Läuferin Ruth Humbel dran. Die Startgelder der Powerman CHARITY kommen der Kinderkrebshilfe Schweiz mit Sitz in Olten zugute.

Die End-Phase des WM-Rennens wird zwischen 14 und 16 Uhr live auf Tele M1, TeleBärn und TeleZüri übertragen. Dies mit prominenten Co-Kommentatoren wie Andy Sutz oder Lukas Baumann aus der Duathlon-Szene.