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2:6-Schlappe: Wohlen läuft in Biel in einen Hammer

Das tut weh. Statt einen weiteren Schritt vorwärts zu machen, liefen die Wohler in einen veritablen Hammer. Gegen Biel setzte es eine auch in dieser Höhe verdiente 2:6-Niederlage ab.

Ruedi Burkart
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Kampf im unteren Stockwerk: Wohlens Guto (links) gegen Biels Osmani. rubu

Kampf im unteren Stockwerk: Wohlens Guto (links) gegen Biels Osmani. rubu

Erst sass David Sesa nach dem Schlusspfiff minutenlang auf der Trainerbank und diskutierte mit seinem Assistenten Umberto Romano. Als er dann die vorangegangenen 93 Minuten resümierte, sparte der Wohler Trainer nicht mit klaren Worten. «Das war gar nichts, rein gar nichts. Einige meinen wohl, sie seien in Wohlen in den Ferien.»

Wer nicht will, kann gehen

Sesa holte Luft und sprach in ruhigem Ton weiter. «So geht das nicht. Wer nicht mehr für den FCW spielen will, kann ja seinen Vertrag auflösen.» Wohlens Übungsleiter kündigte für das Auswärtsspiel am kommenden Dienstag in Wil Änderungen im Team an. Eine dürfte die Position im Tor betreffen. Ivan Benito wird seinen Platz wohl an den jungen Joel Kiassumbua abtreten müssen.

Chance nach 23 Sekunden

Zum Spiel: Nach gerade mal 23 Sekunden verzog Stefano Milani vor Biels Goalie Franck Grasseler. Wer weiss, wie sich die Partie entwickelt hätte, hätte Wohlens Mittelfeldspieler das 1:0 erzielt. Doch der Ball flog rechts am Tor vorbei – und die Bieler waren nun definitiv wach.

Ukoh erzielt Führung

Nach neun Minuten gingen sie durch Ukoh in Führung. Bitter: Die Wohler Mannschaft verfiel quasi minütlich mehr und mehr in ihre Einzelteile. Es war erschreckend mitanzusehen, wie leicht die Gastgeber zu drei weiteren Toren bis zur Pause kamen. Manière (30., per Kopf), Morello (36., Freistoss-Nachschuss) und Miani (43.) sorgten bis zum Seitenwechsel für klare Verhältnisse.

«Incroyable» freuten sich die Einheimischen

Biel machte mit der tief stehenden Sonne im Rücken weiter Dampf – und ging nach 56 Minuten durch Siegrist mit 5:0 in Führung. «Incroyable!» riefen die Bieler Fans und machten die altehrwürdige Gurzelen zum Tollhaus. Und unglaublich war es tatsächlich, was die Wohler gestern ablieferten. Sie, die akzeptabel in die Saison gestartet waren, liessen die mitgereisten Schlachtenbummler ratlos zurück. Kein Teamgeist, kein Kampf, kein nichts.

Wenigstens noch zwei Tore

Immerhin nutzten sie in der Schlussphase Biels Nonchalance zu zwei Treffern aus. Bijelic (76.) und Guto (81.) verkürzten zum 2:5. Dass Biel mit dem 6:2 in der Nachspielzeit für den Schlusspunkt verantwortlich zeichnete, war logisch.

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