Skiakrobatik

19-jähriger Aargauer holt Europacup-Sieg – als Quereinsteiger

Dimitri Isler fliegt von einem Erfolg zum Nächsten.

Dimitri Isler fliegt von einem Erfolg zum Nächsten.

Dimitri Isler holt den Europacup-Sieg und fliegt auf den sechsten WM-Rang – beides in Italien. Jetzt kann er sich einen Monat lang erholen, bevor das Training anfangs Mai wieder losgeht.

Wer hätte gedacht, dass ein ehemaliger Kunstturner eine solche Karriere in den Freestyle Aerials starten kann. Der 19-Jährige Dimitri Isler aus Meisterschwanden musste aus gesundheitlichen das Kunstturnen aufgeben und ging als Quereinsteiger an ein Probetraining der Skiakrobaten. «Da ich früher schon mit Akrobatik zu tun hatte, waren die Voraussetzungen ideal, das sahen auch meine jetzigen Trainer», erzählt Isler.

Etwas änderte sich aber schon: Die Schanzen. «Der Respekt, vorallem vor den grossen Schanzen, war schon vorhanden. Aber daran gewöhnt man sich schnell», fügt der Europacup-Sieger an.

Italien als Glücksbringer

Letzte Saison schloss Isler mit dem 2. Rang im Gesamteuropa-Cup ab. Da roch es schon nach einem Exploit in der Folgenden. So konnte er den ersten Platz in dieser Saison in Valmalenco, Italien, mit 22 Punkten Vorsprung für sich entscheiden. Damit war ein starkes Zeichen für die Junioren-WM am gleichen Ort gesetzt. «Ich habe mir für die WM einen Podestplatz vorgenommen, da ich mich dafür stark genug einschätzte», erklärt Isler.

Leider kam es dann anders. Nach dem ersten Durchgang lag der Tennwiler auf dem zweiten Zwischenrang. Zum Verhängnis wurde ihm der zweite Durchgang. «Die Schwierigkeit meiner Sprünge war höher als die der Konkurrenz, daher habe ich mir gute Chancen ausgerechnet», meint der 19-Jährige. Er landete aber unsauber und fiel so auf den sechsten Schlussrang zurück. Die Enttäuschung sei vorhanden, sagt Isler, gerade nach so einer Saison. Da wünscht man sich einen würdigen Abschluss.

Nach dem Gesamtsieg im Europacup und dem 6. Platz an der WM, da ruft doch der Weltcup? Nicht nur, wie Isler verlauten lässt. Er konnte in dieser Saison bereits sein erstes Weltcup-Springen in den USA abschliessen und hofft auf weitere. Ein hochgestecktes Ziel bleibt vorerst noch offen: Olympia 2014. «Jeder Wettbewerbssportler wünscht sich irgendwann an den Olympischen Spielen teilzunehmen», sinniert Isler.

Eine zufriedene Bilanz

Im Grossen und Ganzen sei er aber mit seiner Leistung 2012/2013 zufrieden. Jetzt folgen erst einmal ein Monat Ferien. Natürlich müsse Kraft und Ausdauer trotzdem trainiert werden, aber ein bisschen Erholung hat da bestimmt auch Platz. Anfang Mai geht es dann wieder los mit dem Training auf der Sommerschanze. Dort werden neue Tricks und höhere Schwierigkeiten trainiert, damit der junge Tennwiler bei der nächsten WM sicher auf dem Podest landen kann.

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