«Die Nervosität ist gross. Aber die Vorfreude überwiegt», sagt Ramona Härdi, kurz vor der Abreise zu ihren ersten Europameisterschaften. Die Sekundarschülerin aus Möriken will in Italien in erster Linie «Erfahrungen sammeln». Sie startet bei den Kadetten B (Jahrgänge 1996/97). Weil sie noch zu den Jüngeren gehört, steht das Dabeisein im Vordergrund. Um die Medaillen wird sie nicht mitfahren können. «Die sind noch kein Thema», sagt Härdi.

Die Langdistanz-Spezialistin

Die schnelle Aargauerin wird bei der EM-Premiere am Freitagabend ihren ersten Wettkampf bestreiten. Ob sie in allen Disziplinen (300-, 500-, 3000-, 5000- und 10 000 Meter) an den Start geht, ist noch nicht klar. Vor Ort wird Härdi von ihrem Vater und ihrem Bruder unterstützt - die beiden verbringen ganz in der Nähe des EM-Ortes ihre Ferien. «Ich traue ihr Plätze im ersten Drittel zu», sagt Vater Markus Härdi und ergänzt: «Wenn sie so weiterarbeitet, hat sie im nächsten Jahr Chancen über die Langdistanzen Medaillen zu holen.»

Nach dem Gewinn der Gesamtwertung des Swiss Inline Cups vor zwei Jahren, feierte Ramona Härdi jüngst ihren grössten Erfolg: Sie wurde Schweizer Meisterin über die Langdistanz. Die Aargauerin gehört in ihrem Jahrgang zu den besten drei Skaterinnen des Landes. Ihre Stärken liegen klar über die längeren Distanzen. Mit sieben Jahren hat sich die Mörikerin erstmals die Inlineskates angeschnallt.

Daraus ist eine dauerhafte Liebe entstanden. «Mir gefallen bei dieser Sportart vor allem die Schnelligkeit und die Technik. Ausserdem macht es mir grossen Spass mich mit anderen zu messen», sagt Härdi. Und dank ihrer Sportart kommt sie viel in der Welt herum: Deutschland, Holland, Ungarn, Italien oder Belgien, um nur einige der Ziele zu nennen. «Aber das Ganze ist ein teurer Spass», sagt der Vater.