FC Muri
1. Liga: Befreiungsschlag aus der Mittelmässigkeit

Im Auswärtsspiel gegen Seuzach gewinnen die Murianer mit 3:1 dank Toren von Studer und Koch in den Schlussminuten. Das Team von Beat Hubeli findet den Anschluss an die Spitze und steht neu auf Platz drei.

David Ludin
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Muri-Trainer Beat Hubeli.

Muri-Trainer Beat Hubeli.

Alexander Wagner/Archiv

Es wurde das erwartet schwierige Spiel. Das Heimteam ging durch Patrick Widmer bereits in der 13. Spielminute in Führung und drückte dem Murianer Spiel so den Stempel auf. Für einmal waren es nicht die Freiämter, die das Spiel zu ihren Gunsten das Spiel gestalten konnten. Es war einmal mehr Emir Sinanovic, der den Murianern mit seinem sechsten Saisontreffer die Hoffnung auf einen Punktgewinn schenkte. Trotzdem folgte auf den Ausgleich kein Feuerwerk aus den Murianer Reihen - es war Parfait Agro, der durch eine Tätlichkeit und den darauffolgenden Spielausschluss das Feuer aufs Neue entfachte. Seuzach mit seiner pfeilschnellen Offensive machte es der Hubeli-Elf alles andere als einfach. Hubeli vollzog nach 70. Minuten einen Doppelwechsel:

Siegbringender Wechsel

Mit Streuli und Studer kamen zwei frische Kräfte. Mit ihnen keimte neue Hoffnung auf. In der regulären Schlussviertelstunde gab es nicht weniger als sechs hochkarätige Chancen zur Führung. Schon fast hätte man sich wieder mit dem Gedanken abfinden müssen, dass es wieder an der mangelnden Chancenverwertung hätte scheitern können. Fast. In den Schlussminuten der regulären Spielzeit gelang David Studer mit seinem ersten Saisontor der Befreiungsschlag - für seine Mannschaft wie auch für ihn selbst. Trotz einwandfreiem Einsatz in den vergangenen Partien seit dem Saisonstart war Studer bisher kein Tor vergönnt. Viele Chancen liess er ungenutzt. Umso mehr dominierte die Freude: «Es war natürlich wichtig für mich, dieses Tor zu erzielen und meinem Team so geholfen zu haben». Sein Treffer in der 87. Minute sollte die frühzeitige Entscheidung herbeiführen. Mit Erfolg. Nach Studers Tor konnten die Gäste den Spielstand sogar noch erhöhen: Der eben erst genesene Koch setzte den Schlusspunkt mit seinem Tor in der vierten Nachspielminute und besiegelte somit das Spiel.

Neu auf Rang drei

Mit diesem Erfolg können die Murianer dank sieben Zählern Abstand auf einen Abstiegsplatz ihre Augen nach vorn richten. Zurückblickend meint der Joker-Torschütze Studer: «Auf dem etwas klein wirkenden Platz war es alles andere als einfach, unser Spiel aufzuziehen». Umso grösser ist die Freude über die gewonnenen Punkte.