Damit endete auch die Aarauer Ungeschlagenheit, die die stolze Anzahl von sieben Partien überdauert hatte; ebenso musste der FCA erstmals unter Cheftrainer René Weiler als Verlierer vom Rasen.

Es war nicht so, dass der FC Vaduz, im Wissen um eine (theoretische) Qualifikationschance für die Barrage-Partien zur Axpo Super League, unwiderstehlichen Offensivfussball zelebriert hätte. Zwar hatten die Ländlekicker in den letzten acht Meisterschaftsspielen – sozusagen als Aarauer Antithese – nur einen Sieg feiern können, doch die Residenzler sahen ihr angeknackstes Selbstvertrauen primär mit tatkräftiger Unterstützung der Aarauer Defensive aufgebaut. Zweimal mangelte es beim FCA in der Mitte der ersten Halbzeit an der Zuordnung nach Standardsituationen, zweimal bedankte sich Vaduz in Form von Kopfballtoren durch den Ex-Aarauer Burgmeier (17.) und Bader (20.).

Aarau mit dem letzten Aufgebot

Die Aarauer betrieben ihrerseits einen aufwändigen Spielaufbau, ohne dass das heimische Gehäuse jedoch ernsthaft unter Beschuss geraten wäre. Die mangelnde Präzision mag auch der ungewohnten Aufstellung geschuldet gewesen sein – mit dem letzten Aufgebot waren die Aargauer ins Fürstentum gereist, nachdem sich im letzten Heimspiel gegen Yverdon gleich vier Akteure eine Spielsperre eingehandelt hatten und zudem Ludäscher und Stojkov auf die Verletztenliste genommen werden mussten. Auch die zweite Hälfte brachte keinen Umschwung, so dass sich der FC Aarau beim vierten Auftritt im spärlich gefüllten Rheinparkstadion zum ersten Mal geschlagen geben musste. Bedeutend ärgerlicher am Kehrausspiel im Ländle war, dass diese Niederlage mit dem Verlust des zehnten Tabellenplatzes einhergeht. Dieser Rang muss bekanntlich in der kommenden Saison erreicht werden, um die Reduktion der Challenge League schadlos zu überstehen.