Fussball
0:5-Pleite: Der FCZ ist zu stark für Frauen vom FC Aarau

Nach den Männern gelang es auch den Frauen des FC Aarau nicht, im Cup einen Stadtzürcher Verein auszuschalten. Der B-Ligist unterlag ebenfalls im Viertelfinal Favorit FC Zürich mit 0:5.

Patrizia Obrist
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Frauen des FC Aarau verlieren im Cup gegen Zürich
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FCA Captain Irina Grütter (rechts) gegen zwei Zürcherinnen.
Christoph Gautschi, Trainer des FC Aarau
FCA-Goalie Fabienne Koller und Jeanne Lazar stoppen Meriame Terchoun (oben) vom FC Zürich.
Barla Deplazes vom FC Zürich versetzt drei Aarauerinnen auf engstem Raum und trifft zum Schlussresultat von 0:5.
Justine Eugster vom FC Aarau(rechts) gegen Barla Deplazes vom FCZ.
FCZ-Captain Selina Zumbühl (rechts) gegen Delia Lahmici vom FC Aarau.
Fussball, Frauen, Schweizer Cup: Cupspiel vor Aarauer Altstadtkulisse. FCA (rot) in der Defensive.
Laufduell zwischen Barla Depalzes (links) vom FC Zürich und Martina Röthlisberger vom FC Aarau.
Delia Lahmici vom FC Aarau gegen die zweifache Torschützing Fabienne Humm.

Frauen des FC Aarau verlieren im Cup gegen Zürich

Otto Lüscher

Im Herbst hatten die Aarauerinnen als Cupschreck auf sich aufmerksam gemacht und die beiden NLA-Vertreter Thun und Staad eliminiert. Jetzt wartete auf das Team von Trainer Christoph Gautschi quasi als «Belohnung» der Cup-Brocken FC Zürich. Der amtierende Schweizer Meister regiert auch in dieser Saison unangefochten die höchste Liga der Frauen.

Gespickt mit mehreren Schweizer Nationalspielerinnen sowie den zwei ehemaligen deutschen Nationalspielerinnen Inka Grings und Sonja Fuss, reiste der haushohe Favorit in den Aargau. Dass man einen angeblichen Provinzclub nicht unterschätzen darf, wussten die Zürcherinnen aus eigener Erfahrung. Im November 2010 sorgte das unterklassige Aarau mit einem 2:1-Sieg im Cup-Achtelfinal gegen den FCZ für die Überraschung. Ein Jahr später, wieder die gleiche Affiche und erneut im Achtelfinal, gab sich der Gast aus Zürich im Schachen keine Blösse und entschied das Spiel klar für sich.

Im dritten Duell innert drei Jahren war die Frage schnell beantwortet, ob den Einheimischen die nächste Überraschung gelingen würde. Das neu formierte Team zeigte zwar Wille, zollte dem Gegner aber zu viel Respekt, liess ihm zu viel Raum und agierte zu hektisch. Nach vorne lief praktisch nichts, und auch wenn sich Zürich dem Spiellevel anpasste, kam der Gast zu seinen Toren – sprich Inka Grings in der 18. Minute und rund 20 Minuten später Fabienne Humm, die nach einer Ecke auf 2:0 erhöhte.

Derselben Spielerin gelang anfangs der zweiten Halbzeit nach einer Flanke von rechts per Kopf das entscheidende 3:0, ehe das Spiel verflachte. Zürich traf nicht zwingend noch zwei Mal ins Tor, was Aaraus Trainer Gautschi ärgerte: «Ein 3:0-Sieg für Zürich wäre das richtige Resultat gewesen, doch gegen Ende wurden unsere Füsse immer müder.»

Wäre das Ausscheiden im Cup nicht schon frustrierend genug, musste Aarau in der NLB-Meisterschaft im Fernduell mit Neuenkirch die Tabellenführung abgeben und liegt neu nur noch auf Rang 3. Gegen das zweitplatzierte Lugano wiederum findet am kommenden Samstag der heisse Kampf um die Aufstiegsrundenplätze seine Fortsetzung. Gautschi weiss: «Diese Partie wird vorentscheidend sein, wer in Richtung Nationalliga A schauen kann.»