«Zahlreiche Sicherheitsnetze wurden beschädigt oder sind sogar weggeflogen», erklärt OK-Präsident Urs Näpflin. So ist beispielsweise beim Hundschopf das Stahlseil, das ein Hochsicherheitsnetz trägt, gerissen.

Zudem wurde ein grosser Teil der Gästeinfrastruktur zerstört. «Auf der Wengernalp haben wir einen Totalschaden bei den Zeltplanen», sagt Geschäftsführer Markus Lehmann. «Das Wichtigste aber ist, dass keine Personen zu Schaden kamen.» Die Höhe des Sachschadens ist nicht bekannt.

Video Lauberhorn

So siehts auf dem Lauberhorn zurzeit aus

Klar ist hingegen, dass die Rennen planmässig stattfinden sollen. Trotz der immensen Schäden an Piste und Infrastruktur sagt Urs Näpflin: «Das sportliche Programm ist nicht gefährdet. Wir werden die ganze Piste mit allen Sicherheitsvorkehrungen für das Training am Mittwoch bereit haben.»

Das Rennprogramm mit der Kombi am Freitag, der Abfahrt am Samstag und dem Slalom am Sonntag bleibt unverändert. Die Instandstellungsarbeiten bei der Gästeinfrastruktur haben ebenfalls bereits begonnen. «Bis zu den Rennen haben wir die Zuschauerbereiche wieder ohne Einschränkungen in Betrieb», sagt Urs Näpflin.

Warme Temperaturen

Für die nächsten Tage ist besseres Wetter vorhergesagt. Ein Problem aber bleibt: «Aufgrund der hohen Temperaturen hat starker Regen die Piste im unteren Abschnitt stark aufgeweicht», sagt Näpflin, der entgegen der Prognose auf kalte Nächte hofft. Denn zu weiche Verhältnisse auf der Piste könnten die Abfahrtsrennen gefährden.

«Wir sind zuversichtlich, dass sich auch dieses Problem löst. Einmal mehr ist aber die Natur der Chef am Lauberhorn», sagt Näpflin, der froh ist, dass trotz Mehraufwand also fast alles planmässig fortgesetzt werden kann.
Einzig die Bewirtung der VIPs auf der Wengernalp bleibt wohl eingeschränkt. «Einen Teil dieses Bereichs werden wir nicht aufbauen können», sagt Lehmann. «Das führt zu Anpassungen in deren Rahmenprogramm.»