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Nach Kopfanprall zum Arzt?

Mein dreijähriger Sohn hat sich den Kopf heftig angeschlagen. Ansonsten scheint es ihm jedoch gut zu gehen. In welchem Fall muss ich zum Arzt? Frau M.J. aus B.

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Den Kopf gestossen? Im Zweifelsfall besser zum Arzt.

Den Kopf gestossen? Im Zweifelsfall besser zum Arzt.

Bild: Getty
Ratgeber Gesundheit heute mit Dr. med. Dimitri Vetterli Oberarzt Kinder- und Jugendmedizin, Kantonsspital Baden

Ratgeber Gesundheit heute mit Dr. med. Dimitri Vetterli Oberarzt Kinder- und Jugendmedizin, Kantonsspital Baden

Bild: PD

Wenn Ihr Kind unmittelbar nach dem Ereignis weint, sich aber rasch wieder beruhigt und sich dann unauffällig verhält und bewegt, kann der weitere Verlauf zunächst zu Hause beobachtet werden. Geringe Beschwerden wie leichte Kopfschmerzen, leichte Müdigkeit, leichte Übelkeit ohne Erbrechen und Konzentrationsstörungen kommen nach einem Kopfanprall häufig vor und sind noch kein Grund zur Sorge. Stellen Sie sicher, dass sich Ihr Kind sowohl geistig als auch körperlich gut erholen und ausruhen kann. Für eine rasche Genesung sollten in den kommenden zwei bis drei Tagen grössere Lärmbelas­tungen, Bildschirmaktivitäten (Fernsehen, Videospiele, Handy, Tablet), starke körperliche Anstrengungen und Aufent­halte an der Sonne vermieden werden. Sollte Ihr Kind bei Anstrengungen über Kopfschmerzen klagen, so lassen Sie es sich ausruhen.

Eine umgehende kinderärztliche Kontrolle ist erforderlich, wenn innerhalb der ersten 24 Stunden nach dem Kopfanprall eines oder mehrere der folgenden Zeichen auftreten: Bewusstlosigkeit unmittelbar nach dem Ereignis; Erinnerungslücke für die Zeit um das Ereignis her­um; Erbrechen; vermehrte Schläfrigkeit; Verhaltensauffälligkeiten wie Verwirrtheit, Reizbarkeit, undeutliche Sprache; starke Kopfschmerzen, die sich ca. 1 Stunde nach der Gabe eines Schmerzmittels (idealerweise Paracetamol, angepasst an Alter und Gewicht Ihres Kindes) nicht bessern.

Ebenfalls sollte immer eine umgehende kinderärztliche Untersuchung erfolgen bei Stürzen aus grosser Höhe (≥ 1,5 Meter) oder mit hoher Geschwindigkeit (z.B. Trottinett-/Fahrradstürze, Verkehrsunfälle) oder wenn Sie sich aus einem anderen Grund Sorgen über den Zustand Ihres Kindes machen.

Im Falle von Unsicherheiten oder Fragen besteht rund um die Uhr die Möglichkeit einer kinderärztlichen telefonischen Beratung (0900 131 131, CHF 3.16/Minute) sowie einer Vorstellung auf der Notfallstation für Kinder und Jugendliche des Kantonsspitals Baden.

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