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Warum wir Naschkatzen sind

«natürlich»-Beraterin Sabine Hurni über unsere Liebe zu Süssem.

Sabine Hurni
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Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der CH Regionalmedien AG im Auftrag von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den Richtlinien für Paid Content.

Süsses passt wunderbar in die Winterzeit.

Süsses passt wunderbar in die Winterzeit.

Es gibt kein Entrinnen! Die Welt duftet zu verführerisch. Jetzt sind Schlemmen, Genuss und Unvernunft angesagt, vor allem, was die Süssigkeiten betrifft. Egal wo wir hingehen: Überall lachen uns Leckereien an. Geniessen Sie ihn ruhig, diesen Schmaus! Die Süsse des Lebens darf jetzt ihren Platz haben im Alltag.

Der süsse Geschmack wird auch in der indischen Naturheilkunde Ayurveda eingehend behandelt. Sämtliche süsse Lebensmittel sind demnach für den Winter wichtig. Denn sie sorgen für Brennstoffe und Energie in den Zellen und nähren den Körper mit ihrer erdigen Kraft. Wir reden hier nicht nur vom Zucker. Auch Getreide, Wurzelgemüse, Nüsse, Datteln, viele Früchte, Linsen und Milchprodukte sind süsslich auf der Zunge.

Alle Geschmacksrichtungen vereint

Nur weil die Süsse im Winter wichtig ist, heisst das nicht, dass wir uns mit Schleckereien vollstopfen sollen. In der Ernährungslehre nach Ayurveda wird vielmehr darauf geachtet, dass der süsse ­Geschmack nicht isoliert vorkommt. Der Grund dafür ist einfach: Wir können Süsses besser verdauen, wenn alle anderen Geschmacksrichtungen ebenfalls im Gericht vertreten sind. Nach dem Prinzip des Ayurveda ist ein Gericht erst rund, wenn es gleichzeitig süss, sauer, salzig, scharf, bitter und herb schmeckt. Wenn die Zunge alle sechs Geschmacksrichtungen wahrnehmen kann, besteht eine ausgewogene Harmonie im Essen – und schlussendlich auch in unserem Körper. Denn wenn wir vielseitig essen, können sich alle Körperzellen gesund und ausgewogen aufbauen.

Und doch ist die Süsse des Menschen liebster Genuss, dem er oft nur schwer widerstehen kann. Offenbar ist der Grund dafür in der Evolution zu finden: Es handelt sich um einen Überlebensimpuls, dank dem wir zu den wichtigsten Nährstoffen kommen, die der Körper braucht. Denn sämtliche Lebensmittel mit süssem Geschmack sind zucker- und/oder stärkehaltig. Wir brauchen sie zur Sättigung und zur Energiegewinnung. Energie, die wichtig ist für jeden Herzschlag, jeden Atemzug und jeden Gedanken. Lebensmittel mit bitteren und sauren Geschmacksrichtungen hingegen sind potenziell gefährlich: Bittere Kräuter oder Pilze können giftig, saure Lebensmittel vergoren oder vergammelt sein.

Was Geschmäcker bewirken

Die Geschmacksrichtungen sind im Ayurveda eng verbunden mit der Elementenlehre. So ist der süsse Geschmack der Erde zugeordnet, der saure, salzige und scharfe dem Feuer und der herbe und bittere Geschmack der Luft. Brauchen wir etwas, das uns erdet und wärmt, greifen wir zu einem Kartoffel- oder Getreidegericht. Ist uns eher nach Leichtigkeit und Frische, wählen wir intuitiv den Salat. Nüsse, Rosinen und Datteln wiederum sind die ideale Stressnahrung – besser als Brot, Pasta und Schokolade. Und sonst so? Ein Überblick:

Süsses gibt dem Körper Feuchtigkeit, baut ihn auf und wirkt erdend. Tipp: Um Lebensmittel mit süssem Geschmack gut zu verdauen, dürfen ruhig etwas Kurkuma, Chili, grüne Kräuter und Zitronensaft mitgekocht werden.

Saures regt regen die Verdauung an und stärken die Widerstandskraft. Tipp: Ein Schuss Zitronensaft auf das fertige Essen geben. Das fördert die Verdaulichkeit und hilft bei der Aufnahme von Nährstoffen.

Salziges macht das Gewebe weich und fördert die Verdauung. Tipp: Besser als das herkömmliche Kochsalz sind unraffinierte Salze wie Stein-, Himalaja oder Kristallsalz.

Scharfes Essen regt das Verdauungsfeuer an und fördert die Durchblutung. Es reinigt den Körper, wärmt und löst Schleim. Tipp: Rote, klein geschnittene Chilischoten passen bestens in Rahmsaucen und Kartoffel-Käse-Speisen. Sie machen die deftige Nahrung bekömmlicher.

Bitteres regt den Stoffwechsel an, wirkt verdauungsfördernd und ist wichtig für Leber, Galle und Magen. Tipp: Als Alternative zu bitteren Salaten etc. kann man im Fachhandel Bittertropfen kaufen. Man muss sie gut einspeicheln, weil Bitteres reflektorisch über die Zunge wirkt.

Herbes kommt im grünen Blattgemüse, in Kräutern, Wildkräutern und Hülsenfrüchten vor. Die enthaltenen Gerbstoffe und Tannine wirken stark antioxidativ und verhindern das Eindringen von Keimen in den Körper. Tipp: Jeden Tag ein Blättchen Salbei naschen. Das stärkt das Immunsystem.

Pure Süsse gibt es nur im weissen Zucker; reine Bitterstoffe im Enzian, absolute Säure in der Zitrone und feurige Schärfe in der Chilischote. Die meisten Lebensmittel lassen sich jedoch nicht so klar in eine Liste aufteilen. Sie sind eine Summe vieler Einzelteile mit einer Tendenz zu einer oder mehreren Geschmacksrichtungen. Bleiben Sie also vielseitig, würzen Sie mutig und erforschen Sie immer wieder von neuem den Geschmack von Lebensmitteln. Unsere Vorfahren waren hierbei achtsamer: Sie würzten die traditionellen Weihnachtsgebäcke mit Zimt, Anis, Nelken, Bittermandelextrakt, Piment und Fenchel – das förderte die Verdauung und machte die Naschereien zu fast schon ayurvedischen Geschmackscombos. Geniessen Sie also die Zimtsterne, Anischräbeli, den Lebkuchen und Christstollen! Sie passen wunderbar zum Winter und der Weihnachtszeit. Den Bitterstoffen können wir uns im Frühjahr wieder widmen.

Sabine Hurni, dipl. Drogistin und Naturheilpraktikerin, schreibt regelmässig für das «natürlich ».

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