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Gesunde Exoten, aber saisonal

«natürlich»-Leserberaterin Sabine Hurni geniesst die Kaktusfeigen-Saison.

Sabine Hurni
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Dieser Artikel wurde von der Verlagsredaktion der CH Regionalmedien AG im Auftrag von Gesundheit Aargau erstellt. Hier geht es zu den Richtlinien für Paid Content.

Die oft als Kaktusfeigen bezeichneten Früchte und die jungen Triebe von Opuntia ficusindica sind regelrechter Superfood. Auch das Öl aus den Kernen ist supergesund und gilt darüber hinaus aufgrund des straffenden Effektes als natürliches Botox.

Die oft als Kaktusfeigen bezeichneten Früchte und die jungen Triebe von Opuntia ficusindica sind regelrechter Superfood. Auch das Öl aus den Kernen ist supergesund und gilt darüber hinaus aufgrund des straffenden Effektes als natürliches Botox.

Bild: unsplash

Haben Sie jemals eine Kaktusfeige probiert? Wenn nicht, sollten Sie dieses ­Versäumnis unbedingt nachholen. Die Früchte sind eine Delikatesse; ein Vitalstoffpaket und damit eine ideale Stärkung für den Winter. Bei keiner anderen Frucht hat man so sehr das Gefühl, ein Stück Süden zu essen, wie bei der Kaktusfeige. Hier lässt es sich mit Geist und Gaumen schwelgen. Manchmal sind die Düfte und Farben des Südens in unseren Erinnerungen und Vorstellungen lebendiger, prickelnder und farbenfroher als in der Realität. Was die Kaktusfeige betrifft, so dürfen Sie sich auf ein vollmundiges, reales Geschmackserlebnis freuen.

Ursprünglich stammt die Kaktus­feige aus Mexiko. Dort gehört der sogenannte Opuntienkaktus (Opuntia ficus-indica) zur ältesten Kulturpflanze: Bereits von den Azteken wurde er als Grundnahrungsmittel wie auch zu Heilzwecken verwendet. Die spanischen Eroberer brachten die dekorativen, bis zu sechs Meter hohen Kakteen im 16. Jahrhundert nach Europa, um ihre Parks ­damit zu schmücken. Heute werden die hierzulande angebotenen Kaktusfeigen vorwiegend im Süden Europas, in Sizilien und Südspanien, kultiviert. Dort wachsen sie auch wild.

In Europa kennt man die Frucht auch unter dem Namen Kaktusbirne, Indische Feige oder Distelfeige. Damit die Früchte fleischig und süss heranreifen, werden die ersten Blüten am Anfang des Sommers nach dem Verblühen entfernt. So bilden sich im Spätsommer zweite Blüten, aus denen sich die Herbstfrüchte entwickeln. Diese sind zwar weniger zahlreich, doch da es im Herbst in Südeuropa etwas mehr Niederschläge gibt, werden die Früchte grösser und intensiver im Geschmack.

Ein schmackhafter Superfood

Apropos Geschmack: Es ist schwierig, ihn zu beschreiben. Ich versuche es dennoch: Kaktusfeigen haben die Saftigkeit einer Wassermelone, die Süsse einer Mirabelle und die Frische einer Himbeere. Mit anderen Worten: Man muss sie probieren.

Das süsse, saftige Fruchtfleisch ist reich an verschiedenen Zucker- und Proteinarten; es enthält sehr viel Vitamin C und Beta-Karotin, ausserdem Kalium, Magnesium, Zink sowie das komplette Spektrum an essenziellen Aminosäuren. Die kleinen dunklen Samen im Fruchtfleisch isst man einfach mit. Sie wirken im Darm wie Ballaststoffe und erhöhen das Darmvolumen, was zu einer guten Verdauung beiträgt.

Das Fruchtfleisch ist gelborange bis tiefrot gefärbt. Verantwortlich für diese kräftige Färbung ist der hohe Gehalt an natürlichen Farbstoffen, den sogenannten Betalainen. Einen Teil dieser Farbstoffe scheidet der Körper über den Urin aus, was wie beim Konsum von Randen zu einer leicht rötlichen Färbung des Urins führen kann. Betalaine wirken stark antioxidativ. Als sogenannte Radikalfänger dienen sie dem Schutz von Zellen und Organen wie etwa der Haut und der Nieren sowie der Blutgefässe. Sowohl das Öl aus den Kernen wie auch das frische Fruchtfleisch verhindern Zellschäden durch oxidativen Stress. Kaktusfeigenkernöl wird auch in der Kosmetikindustrie eingesetzt und gilt aufgrund des straffenden Effektes als natürliches Botox. Es ist reich an Vitamin E und soll Falten und trockener Haut entgegenwirken.

Erhältlich sind die Früchte jeweils in den Monaten September bis November. Im Süden bekommt man sie an jeder Strassenecke, hierzulande in gut bestückten Warenhäusern, italienischen Spezialitätenläden oder im türkischen Supermarkt. Weil sie nicht nachreifen, sollte man nur reife Früchte kaufen und diese innert zwei bis drei Tagen essen. Deshalb kauft man Kaktusfeigen am besten dort, wo der Warenumschlag hoch und die Klientel südländisch ist. Achten Sie beim Einkauf von frischen Kaktusfeigen auf den Reifegrad: Verzehrfähige Früchte sollten weich sein und eine intakte Schale haben. Die Früchte sind oval und in unterschiedlichen Farben zu finden – von weiss über gelb, orange und grün bis hin zu braun und lila. Fühlt sich die Frucht sehr hart an, lassen Sie sie besser liegen.

Beim Schälen der Kaktusfeigen sollten Sie Handschuhe tragen. Die Stacheln sind zwar weitgehend entfernt, doch es sind oft noch kleinste Stacheln an der Frucht, die kaum sichtbar sind. Diese können in die Haut eindringen, was sehr unangenehm ist. Statt schälen kann man die Feige auch einfach halbieren und auslöffeln wie eine Kiwi.

Kaktusfeigen eignen sich auch als Vorspeise, zum Beispiel kombiniert mit Ziegenfrischkäse. Man kann auch einen Salat damit garnieren oder sie als Dessert zu einer Creme verarbeiten. Doch allen kreativen Ideen zum Trotz schmecken die frischen Kaktusfeigen am ­besten pur. Nun wünsche ich Ihnen freudige Experimentierlust und neue Geschmackserlebnisse. Denn mit den Kaktusfeigen ist es wie mit den Erdbeeren, Tomaten und Spargeln: Sie schmecken nur wenige Wochen im Jahr richtig gut.

Sabine Hurni, dipl. Drogistin und Naturheilpraktikerin, schreibt regelmässig für das «natürlich ».

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