Zivilschutzorganisation
17 Gemeinden im Schwarzbubenland schliessen den Bevölkerungsschutz zusammen

In der Region Dorneck-Thierstein errichten 17 Gemeinden mit der «Zivilschutzorganisation Dorneckberg und Thierstein» ein neues gemeinsames Fundament.

Willi Wenger
Merken
Drucken
Teilen

Tom Ulrich

Siebzehn Gemeinden der Amtsbezirke Dorneck und Thierstein werden sich Anfang des kommenden Jahres zur neuen «Zivilschutzorganisation Dorneckberg und Thierstein» zusammenschliessen. Sie tun dies letztlich aufgrund von gesetzlichen Vorgaben, die unter anderem festhalten, dass eine Zivilschutzorganisation einen Kreis von 20'000 Personen abdecken muss.

Im öffentlich-rechtlichen Fusionsvertrag, der vom Kanton bereits geprüft und bewilligt wurde, ist festgehalten, dass mit dem Zusammenschluss der beiden Zivilschutzorganisationen Dorneckberg und Thierstein unter einem Dach weiterhin mit zwei Kompanien gearbeitet werden wird. Dies hat Vorteile für beide Seiten. Geografische und topografische Hindernisse beispielsweise können bei einem Notfall zielführender gemeistert werden. Und, nicht unwichtig, die Kosten können im Griff behalten werden. Im Dorneckberg betragen diese acht Franken pro Kopf und Jahr, während im Thierstein 15 Franken budgetiert sind.

Einige Einwohnergemeinden haben die Fusion an ihren Gemeindeversammlungen bereits gutgeheissen; in anderen Gemeinden muss sie noch bewilligt werden. Mit der Fusion wird im Dorneckberg der seit vielen Jahren überfällige beziehungsweise stark unterbesetzte Regionale Führungsstab (RFS) eingeführt werden. Dorneckberg kann in diesem Bereich vom Thierstein profitieren und wird sich dem dort bereits bestehenden RFS anschliessen.

Christian Müller aus Hochwald, Stabschef RFS Dorneckberg, sagt zum «Wochenblatt», dass die Aufgaben des Regionalen Führungsstabes Dorneck-Thierstein (RFS DT) im Vertragswerk klar geregelt seien. Festgelegt ist, dass der Stab beispielsweise die Risiken- und Gefahrenanalyse erstellt und für die Notfalldokumentation verantwortlich ist. Zudem plant er die Bewältigung von Katastrophen und Notlagen in Bezug auf Risiken und Gefahren. Ebenso stellt er gemäss Müller die Warnung, Alarmierung die Erteilung von Verhaltensanweisungen an die Bevölkerung sicher. Schliesslich ist festgehalten, dass Führungsstandorte in der Leitgemeinde Breitenbach und Dornach betrieben werden.

Der Bevölkerungsschutz im Vertragsgebiet werde ab 2022 aufgewertet, heisst es. Dies beurteilen auch die Gemeindebehörden so, beispielsweise der Gemeindepräsident von Nuglar-St.Pantaleon, Daniel Baumann. Er spricht zwar von einer «Zwangsheirat», die jedoch positiv sei. «Das Ganze wird funktionieren», blickt er nach vorne. «Unsere Einwohnerinnen und Einwohner sehen das auch so. An der Gemeindeversammlung passierte das Geschäft einstimmig.»