Bellach
Schon bald heisst es: Halt bei den Grederhöfen

Ab Dezember 2013 wird in Bellach die neue SBB-Haltestelle bei den Grederhöfen in Betrieb genommen. Die alte Bahnhofunterführung verschwindet.

Daniel Rohrbach
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So soll die neue Haltestelle in Bellach aussehen.

So soll die neue Haltestelle in Bellach aussehen.

Zur Verfügung gestellt

Ab Montag liegen die Pläne auf, gebaut wird während des nächsten Jahres, und ab dem Fahrplanwechsel vom Dezember 2013 halten die Züge: Die Rede ist von der neuen SBB-Haltestelle bei den Grederhöfen in Bellach. Gleichzeitig mit der neuen Bellacher Haltestelle geht auch die neue Bahnhaltestelle Solothurn Brühl in Betrieb. Diese beiden Bahnhaltestellen seien die Schlüsselprojekte im Agglomerationsprogramm Solothurn, sagte am Dienstag im Bellacher Turbensaal der stellvertretende Kantonsingenieur Stefan Gantenbein an der Informationsveranstaltung zum Bauvorhaben. In den Agglomerationsprogrammen verfolgen Bund und Kantone das Ziel, die Abstimmung von Siedlungs- und Verkehrsentwicklung zu verbessern.

Dabei hat sich die Verschiebung des heutigen Bellacher Bahnhofs Richtung Osten zu den Grederhöfen und die neue Haltestelle Solothurn Brühl geradezu aufgedrängt. Wie Ludwig Dünbier, Leiter öffentlicher Verkehr im kantonalen Amt für Verkehr und Tiefbau, erklärte, hat das Bundesamt für Raumentwicklung alle im Rahmen des Agglomerationsprogramms geplanten Haltestellen nach einheitlichen Kriterien bewertet. «Dabei haben diese beiden Haltestellen am besten abgeschnitten.» Berücksichtigt bei der Studie wurden unter anderem das bestehende Potenzial an Einwohnern und die geplante Entwicklung.

Drei Zugänge zu den Perrons

Die neue Bellacher Haltestelle kommt bei der schon bestehenden Velo- und Fussgängerunterführung zu liegen, die den Burgweg mit der Allmendstrasse verbindet. Die beiden Perrons werden je 160 Meter lang sein. Es sind 95 Veloabstellplätze und sieben Autoparkplätze geplant. Neben den Perronzugängen Nord und Süd gibt es auch einen solchen im Osten. Dies, damit die sich in Planung befindliche neue Überbauung südlich der Grederhöfe einen direkten Zugang zu den Perrons hat, wie Bellachs Bauverwalter Hans Lüthi erklärte.

Die Kosten für das Bauvorhaben betragen rund 11 Millionen Franken. Davon übernimmt 40 Prozent der Bund. Den Rest teilen sich Kanton (63 Prozent) und Gemeinden (37 Prozent). Der Gemeindeanteil von rund 2,5 Millionen Franken wird dabei anteilmässig auf alle Solothurner Gemeinden verteilt.

Mit der Inbetriebnahme der neuen Haltestelle verschwindet der bisherige Bellacher Bahnhof und mit ihm auch die Unterführung. Vonseiten der SBB besteht für die Unterführung kein Bedarf. Möglich wäre gewesen, dass die Einwohnergemeinde die Unterführung übernimmt. Der Gemeinderat scheute dafür aber die Kosten, stehen doch für die nächsten Jahre Bauarbeiten für die Abdichtungen der Gleise an, die mit 500000 Franken zu veranschlagen seien, wie Bauverwalter Lüthi erklärte. Dass die heutige Bahnhofunterführung verschwindet, stiess bei einigen Anwesenden auf wenig Verständnis. Gemeindepräsident Anton Probst hielt dem entgegen, dass es sich bei 500000 Franken um viel Geld für die Gemeinde handle, um einzig eine Unterführung offen zu halten.