Derendingen
Projekt Wissensteinfeld geht zur Vorprüfung an den Kanton

Der Derendinger Gemeinderat hat den Raumplanungsbericht für das Service- und Dienstleistungszentrum Wissensteinfeld zur Kenntnis genommen und reicht ihn zur Vorprüfung beim Kanton ein.

Lea Reimann
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Der Neubau auf dem Wissensteinfeld hat eine riesige Ausdehnung.

Der Neubau auf dem Wissensteinfeld hat eine riesige Ausdehnung.

Google Maps / Illustration Guido Savian

Dies hat er am Donnerstagabend einstimmig beschlossen. Dem Projekt gegenüber zeigte sich der Rat sehr wohlwollend. Gemeindepräsident Kuno Tschumi betonte mehrmals, wieso dieses Projekt der Firma Steinhoff International und Global Warehouse and Logistics das beste sei.

Viel besser als beispielsweise jenes von Kühne + Nagel, welches im Jahr 2011 zur Diskussion stand. Wichtig sei etwa, dass nicht nur Lagerhallen geplant seien, sondern verschiedene und vielseitige Arbeitsplätze, auch im Rahmen eines Schulungskonzepts.

Vizegemeindepräsident Roger Spichiger lobte zudem, dass sich Steinhoff freiwillig dazu verpflichte, ein Mobilitätskonzept zu erstellen, die LKWs antizyklisch durch den Berufsverkehr fahren zu lassen und bei der Autobahnbrücke einen Fahrtenzähler zu installieren. Die Gemeinde behält so die Kontrolle darüber, ob die bewilligte Anzahl Fahrten nicht überschritten wird. Zu befürchten sei dies allerdings nicht, denn mehr als die zugelassenen Fahrten liegen aufgrund der vom Gelände beschränkten Betriebsgrösse gar nicht drin.

«Die Firma generiert eine ganze Zeile von Zusatzverdiensten in der Region», so Tschumi, schliesslich würden vom Paletthersteller bis hin zum Lebensmittelzulieferer für die Kantine ganz verschiedene Branchen benötigt. «Das unterstützt unser Gewerbe», so Tschumi. Sehr positiv äusserte sich auch Markus Zürcher von der Kommission für Gemeindeentwicklung. «Es entstehen keine leeren Hallen, sondern Arbeitsplätze.» Deshalb solle der Bau möglichst bald gestartet werden können.

Neues Vereinslokal für den CEVI

Im Weiteren hat der Gemeinderat mit neun Befürwortungen einen Nachtragskredit von 20'000 Franken bewilligt. Dieser dient als Planungskredit für die Erschliessung einer Parzelle, auf der der CEVI ihr neues Vereinslokal aufstellen kann. Der CEVI hatte letzten Frühling die Möglichkeit, ein Schulungsgebäude in Thun für einen Franken zu kaufen. Dieses wurde in 200 Manntagen zerlegt, verladen und steht mittlerweile zur Überwinterung im Borregard-Areal.

Das bisheriges Lokal an der Steinmattstrasse hat der CEVI letzten Sommer verkauft und bezahlt nun einen für ihre Verhältnisse hohen Mietzins dafür. Nachdem mehrere Standorte abgeklärt wurden, bleibt die Parzelle GB Nr. 8 östlich der Tennishalle als letztes übrig.

Einziges Problem: Das Land befindet sich in einer Grundwasser-Schutzzone. Die Strassen- und Parkplatzentwässerung muss somit in die Kanalisation erfolgen, was mit Mehrkosten verbunden ist. «Der CEVI leistet in unserem Dorf seit Jahren einen wichtigen Beitrag und beschäftigt rund 50 Kinder und Jugendliche», betonte Kuno Tschumi, es sei deshalb wichtig, dass dieser Verein unterstützt werde.

Markus Zürcher bezeichnete den Standort zwischen Tennishalle, Fussballplatz und Hornusserfeld als ideal. Während einige Ratsmitglieder noch etwas skeptisch waren und das Fehlen eines Konzepts bemängelten, betonten andere, dass man nun vorwärts machen müsse. Dem Antrag der Kommission für Gemeindeentwicklung wurde nach einigen Diskussionen hinzugefügt, dass auch die Erschliessung über den Parkplatz Sporting oder andere Möglichkeiten geprüft werden sollen. Die Abteilung Bau wird mit der Ausarbeitung eines Erschliessungsprojekts und eines Baurechtsvertrages beauftragt.

Diverse Einsprachen aus dem seit Jahren hängigen Geschäft zum Perimeterverfahren in der Schluchtbachstrasse hat der Gemeinderat am Donnerstag ebenfalls behandelt. Im Sinne einer versöhnlichen Geste verzichtet die Gemeinde auf die Einforderung des Verzugszinses - die Perimeterbeiträge selbst werden aber ausnahmslos eingefordert.

Ausserdem genehmigte der Gemeinderat die Demissionen von Oliver und Sandra Kaufmann. Sie ziehen weg und demissionieren aus diversen Kommissionen und Ämtern. Stephan Srsa wurde neu in die Kommission Werterhalt Infrastruktur gewählt.

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