Jungfischer
Nachwuchsfischer messen sich an der Schweizer Jungfischermeisterschaft

An der Schweizer Jungfischermeisterschaft beim Zuchwiler Sportzentrum messen sich Nachwuchsfischer aus der ganzen Schweiz. In verschiedenen Disziplinen zeigen sie ihr Wissen und Können.

Angelica Schorre
Drucken
Teilen
Schweizer Jungfischermeisterschaft
12 Bilder
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft
Schweizer Jungfischermeisterschaft

Schweizer Jungfischermeisterschaft

Hanspeter Bärtschi

Das erste Team an der Schweizer Jungfischermeisterschaft – zwei Mädchen und ein Bub des Fischereivereins Zurzach – sprintet los: Vor ihnen liegen 4,5 km Postenlauf über die beiden Aareübergänge zurück zum Sportzentrum Zuchwil. Eines von 21 Teams ab Jahrgang 1995 aufwärts, die sich am Samstag und am Sonntagmorgen in verschiedenen Disziplinen massen und messen.

Knapp eine Dreiviertelstunde später trifft man die drei Zurzacher am letzten Posten, an dem Geschicklichkeit gefragt ist, erhitzt, aber voll motiviert wieder: Über sieben Meter Distanz müssen sie mit einem Wurf den Köder in einem nicht allzu grossen Eimer platzieren. Da klackert der Köder in den Eimer, mal an den Rand, mal hinter ihm auf den Boden. Doch sie schaffen es. «Die Rute muss mit der Schnur eine Linie zum Eimer bilden», gibt der Postenbetreuer Hilfestellung.

Hochbetrieb

Währenddessen herrscht bei den Wurfdisziplinen auf dem grossen Rasenplatz des Sportzentrums Hochbetrieb. Beim Zielwurf sind Distanzen von 10, 13 und 16 Metern gefragt, der 7 Gramm schwere Köder «chlöpft» auch hier oft ins Ziel. Bei der 13-Meter-Distanz ist ein Hindernis eingebaut, ein simulierter Baum, um den man mit je einem Wurf rechts und links herum das Ziel treffen muss – auch am echten Fluss- oder Seeufer stehen schliesslich Bäume.

Das Solothurner Team, das vor zwei Jahren in Basel bei der ersten Schweizer Jungfischermeisterschaft gleich den zweiten Platz eroberte, macht sich zum Weitwurf – mit einer Hand – parat. Sprengen Dänu, Loris und Luki die angestrebte 40-Meter-Grenze? Da: 39 Meter, 36 Meter. «Shit», wird enttäuscht kommentiert. Nochmals. Loris wirft den Köder 43 Meter weit! Das Team ist zufrieden. Wo üben sie eigentlich den Weitwurf? «Dänk am Wasser», ist die Antwort. Naja, da hätten sie jetzt locker das gegenüberliegende Aareufer getroffen ...

Jungfischer kennen ihren Stoff

Auch bei den Posten, bei denen Fachwissen verlangt wird, ist Teamarbeit angesagt. Bestehen die Jungfischerinnen und -fischer den Test, können sie mit dem so erworbenen Sachkundeausweis das Jahrespatent einlösen. Das Dreierteam aus dem Sarganserland trudelt beim Artenkunde-Posten ein. Ohne Probleme bestimmen sie die Fische: Kaulbarsch, Brachsmen, Schneider ... Auch die Beantwortung von Fragen wie «Nenne die Unterscheidungsmerkmale zur Bestimmung eines Fisches» bereitet keine Schwierigkeiten.

Beim Posten Bewirtschaftung/Ökologie ist ein Team aus dem Welschland an der Arbeit und beschreibt den Lebenszyklus des Hechtbandwurms in Fachausdrücken. Und wie vielen Brütlingseinheiten entspricht ein Sömmerling? Beim Zuschauen merkt man: Die Jungfischer kennen ihren Stoff. Da wünscht man ihnen doch manchen fetten Fisch an der Angel ...

Am Sonntag zwischen 9 und 12 Uhr wird der Wettkampf – zum Beispiel mit der Disziplin «Fisch filetieren» – fortgesetzt: Zuschauerinnen und Zuschauer sind willkommen. Rangverkündigung ist um 14 Uhr. Ebenfalls fand an diesem Wochenende im Sportzentrum die Delegiertenversammlung des Schweizerischen Fischereiverbandes sowie das grosse Gala-Dinner zum 100-Jahr-Jubiläum des Fischereivereins Solothurn mit einer Wurfdemo des Schweizerischen Castingsportverbandes statt.

Aktuelle Nachrichten