Facebook-Phänomen
Mit gemeinsamem Sprung in den Burgäschisee für krebskranke Kinder spenden

Ins kalte Nass springen oder Alkohol zahlen: Darum dreht sich eine Facebook-Aktion. Zwei Leute aus der Region wollen das Ganze wieder zur Spendenaktion umwandeln. Am Samstag wird deshalb gemeinsam in den Burgäschisee gesprungen - und auch gespendet.

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Blick auf den Burgäschisee: Am Samstag sollen möglichst viele für den guten Zweck in den See springen.

Blick auf den Burgäschisee: Am Samstag sollen möglichst viele für den guten Zweck in den See springen.

Isabel Mäder

Die Videos auf Facebook zeigen Menschen, die ein Bad in Brunnen, Trögen, Seen oder Flüssen nehmen. Selbst Politiker stellen sich der Herausforderung. Würde diese nicht angenommen, muss dem Herausforderer meist eine Kiste Bier oder eine Flasche sonstigen Alkohol überreicht werden.

Das stört Ramona Wüthrich. «Die Aktion ist zum persönlichen Vorteil für sich selbst ausgeartet», meint die 25-jährige Biberisterin und wünscht sich, dass die Mutprobe wieder zur Spendenaktion wird, die ursprünglich in den USA lanciert worden ist. Denn was viele gar nicht wissen: Das spassige Internetphänomen hat einen ernsten Hintergrund. Es geht ums Spenden für krebskranke Kinder (siehe Kasten).

Weshalb gibt es das Internet-Phänomen? Der Startschuss für das Internetphänomen fiel Ende März. US-amerikanische Freunde der Familie Shaw aus Tokio hatten die Facebook-Seite «Plunge for Landon» erstellt. Grund: Der damals fünf Monate alte Landon leidet an einer seltenen Krebsart. Da sich die Eltern die teure Behandlung nicht leisten konnten, wollten die Freunde Geld für das kranke Baby sammeln und riefen zum Sprung ins kalte Wasser auf. Wer nominiert wird, soll innert 24 Stunden ins Wasser springen und für den kleinen Landon spenden. Die Bewegung griff um sich: Nach einer Woche kamen bereits 30'000 Dollar zusammen, innert eines Monats sind es schon 230'000 Dollar. (ldu)

Weshalb gibt es das Internet-Phänomen? Der Startschuss für das Internetphänomen fiel Ende März. US-amerikanische Freunde der Familie Shaw aus Tokio hatten die Facebook-Seite «Plunge for Landon» erstellt. Grund: Der damals fünf Monate alte Landon leidet an einer seltenen Krebsart. Da sich die Eltern die teure Behandlung nicht leisten konnten, wollten die Freunde Geld für das kranke Baby sammeln und riefen zum Sprung ins kalte Wasser auf. Wer nominiert wird, soll innert 24 Stunden ins Wasser springen und für den kleinen Landon spenden. Die Bewegung griff um sich: Nach einer Woche kamen bereits 30'000 Dollar zusammen, innert eines Monats sind es schon 230'000 Dollar. (ldu)

twitter.com

Wellen geschlagen

Ramona Wüthrichs Kollegen hat diese Abwandlung auch gestört. Die beiden haben ein Video gedreht, sind darin nicht gesprungen und haben stattdessen an die Schweizer Kinderkrebshilfe gespendet. «Wir wollten den Leuten zeigen, warum das Ganze eigentlich angefangen hat.»

Möglichst viele andere Facebook-Nutzer sollen ihnen das jetzt gleich tun und ein Statement setzen. Im Internet wird dazu aufgerufen, diesen Samstag in den Burgäschisee zu springen. «Ich hoffe, dass viele kommen», so Wüthrich. «Auch solche, die schon nominiert wurden.» (ldu)

Besammlung für den Sprung in den Burgäschisee: Samstag, 10.Mai, 14 Uhr, beim Restaurant Seeblick

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