Bättwil
Juso wollen Leimentaler Mitte-Rechts aufweichen

Die Juso-Sektion Solothurnisches Leimental will unter auszubildenden Jugendlichen Aufklärungsarbeit leisten und einen Gegenpol im Mitte-Rechts dominierten solothurnischen Leimental bieten.

Roland Bürki
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Im Oberstufenzentrum Leimental fand die Gründungsversammlung der Juso Leimental statt.

Im Oberstufenzentrum Leimental fand die Gründungsversammlung der Juso Leimental statt.

Walter Brunner

Einige wenige rote SP-Ballone verleihen der nüchternen Aula des Oberstufenzentrums Leimental in Bättwil etwas Farbe. «Für alle statt für wenige» doppeln zwei rote Plakate nach, um deutlich zu machen, um was es den sechs anwesenden Jungsozialisten der zu gründenden, aktuell achtköpfigen Juso-Sektion Solothurnisches Leimental geht. Nämlich um eine solidarische Gesellschaft, in der alle die gleichen Chancen haben.

Als eine Art Taufpate skizzierte Stefan Oser, SP-Kantonsrat und -Sektionspräsident von Hofstetten-Flüh, den rund 25 anwesenden Gästen die solothurnische Exklave im hinteren Leimental zwischen Frankreich und Baselland mit fünf Gemeinden, 8200 Einwohnern, zwei Kantonsräten und einer in mehreren Bereichen regionalen Zusammenarbeit.

«Es ist erfreulich, dass acht Jungsozialisten nach einer gut zweijährigen Vorarbeit den Weg zu Statuten und einem Vorstand gefunden haben», leitete Oser zur Vorstellung der sechs jungen Männer über. Allen voran der neue Präsident Shulojan Suntharalingam (19), der als Zeichen der Sektionsgründung zusammen mit seinen fünf Kollegen im Durchschnittsalter von 18 Jahren mit der symbolhaften SP-Rose und einer entsprechenden SP-Fahne beglückt wurde. Suntharalingam sagte: «Uns ist sehr wichtig, dass wir im Mitte-Rechts dominierten, solothurnischen Leimental einen Gegenpol bilden, Aufklärungsarbeit besonders unter auszubildenden Jugendlichen leisten und uns aktiv bei Abstimmungen und Wahlen einbringen können.»

An einer anschliessenden Podiumsdiskussion bedauerte alt Nationalrat Andreas Gross (SP/ZH), dass auch die SP Bildungsarbeit vernachlässige, umso mehr, als der heutige Zeitgeist mit der «Reduktion auf das Nationalistische» leider den Blick auf die drängendsten Probleme verschliesse. Da seien kontroverse Diskussionen und das Lesen einer «anständigen» Zeitung angesagt.

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