Aeschi
Im neuen Kreuz gibt es Spezialitäten auf dem Teller und auf der Bühne

Im Erlebnisgasthof Bühni Chrütz sollen Gäste in eine andere Welt entführt werden. Das«Theater-Stübli» serviert typisch solothurnerische Gerichte. Auf der Bühne finden verschiedene Darbietungen statt, die von Lesungen bis hin zu Rap-Konzerten reichen.

Christoph Neuenschwander
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«S' Beizli»
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«S' Beizli»
Im Theater-Stübli
Der Theater-Saal
Die Loge
Das Theater-Stübli
Erlebnisgasthof Bühni Chrütz in Aeschi

«S' Beizli»

Hanspeter Bärtschi

Ein roter Plüschsessel steht auf der Bühne im ersten Stock, thronähnlich, daneben ein Kerzenständer und eine Pflanze. Aeschi hat nicht nur sein Kreuz wieder, sondern auch gleich einen neuen Veranstalter für Kulturelles «aller Gattungen», wie Anton Meister sagt.

Zusammen mit Stefan Huber hat er den Erlebnisgasthof Bühni Chrütz eröffnet. Gestern war die Einweihungsparty für geladene Gäste – darunter auch die Solothurner Autorin Elisabeth Pfluger, die im neuen Kreuz eine grosse Rolle spielt. Ab heute läuft der reguläre Betrieb.

«Wir sind Gastgeber aus Leidenschaft», sagen Meister und Huber, die zuvor schon im «Limpachs» in Aetingen gemeinsam gearbeitet hatten. Ihre Berufung sei es, Gäste zu unterhalten, und sie hätten auch schon das eine oder andere spontane «Theater» veranstaltet. «Manchmal ergeben sich einfach diese lustigen Abende, bei denen die Gäste am Ende Tränen lachen», sagt Huber.

Von Pfluger persönlich übersetzt

Irgendwann sei dann die Idee entstanden, Restaurant und Theater zu verbinden, erzählt Anton Meister. Nebst dem Theater-Saal im ersten Stock befinden sich im Parterre das klassische Beizli, das elegante «Theater-Stübli» zum Dinieren sowie ein Salon zum Rauchen und Schnapstrinken.

Gekocht wird unter anderem typisch solothurnisch. Die Speisekarte – im Dialekt gehalten – wurde dafür eigens von Elisabeth Pfluger übersetzt, damit auch alle Ausdrücke korrekt sind. Sie beinhaltet etwa «Soledurner Nydlebroote», «Suure Mocke» oder das Dessert «Soledurner Liebesbrief».

Auch auf der Bühne wird die 94-jährige Pfluger immer mal wieder präsent sein, um unveröffentlichtes Material vorzustellen. Eigentlich sei die Idee einmal gewesen, ihre Geschichten von Laienschauspielern erzählen zu lassen, erklärt Stefan Huber. «Aber Frau Pfluger fand: Nein, das mache ich selber.»

Kreuz soll für alle da sein

Nebst Pflugers Auftritten sei aber auch sonst allerhand auf der Kreuz-Bühne geplant, ob Lesungen oder Theater, Ländler oder Rap-Konzerte. Begleitet werden die Anlässe jeweils von einem viergängigen Menu.

Für Vereine soll ebenfalls wieder Platz sein im Kreuz. Genauso wie für Familien und Büezer: Vom Zmorge übers Mittagsmenu bis zum Bankett sei alles möglich. «Der Restaurantbesuch soll wieder zum Erlebnis werden», sagt Anton Meister. «In zu vielen Gastrobetrieben ist die Herzlichkeit auf der Strecke geblieben.»

Wenn jemand ins Restaurant gehe, dann zahle er nicht bloss für Nahrung, sondern für Service. «Genau das wollen wir den Gästen bieten. Wir wollen uns für sie Zeit nehmen», betont Meister. Und Stefan Huber ergänzt: «Die Gäste sollen sich in eine andere Welt entführen lassen.»

Infos unter www.gasthof-kreuz-aeschi.ch.

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