Mümliswil
Für die Jungbürger ging es auf Kutschen durch die verschneite Landschaft

Die Jungbürgerfeier in Mümliswil erfreut sich noch immer grosser Beliebtheit. In diesem Jahr stand für die neuen Stimmberechtigten ein ganz besonderes Highlight auf dem Programm: Sie wurden mit Kutschen chauffiert.

Josef Tschan-Studer
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Die zahlreichen Jungbürger des Jahrgangs 1995 freuen sich zusammen mit den Gästen nach der ungewöhnlichen Kutschenfahrt über einen wärmenden Punsch und das folgende Nachtessen.

Die zahlreichen Jungbürger des Jahrgangs 1995 freuen sich zusammen mit den Gästen nach der ungewöhnlichen Kutschenfahrt über einen wärmenden Punsch und das folgende Nachtessen.

Josef Tschan-Studer

Die traditionellen Jungbürgerfeiern sind schon lange nicht mehr obligatorisch. Im Guldental heisst das aber noch lange nicht, dass man den alten Brauch aufgeben möchte, denn der Anlass ist jedes Jahr von einer grossen Beteiligung der 18-Jährigen und Gästen aus Politik und Behörden gesegnet. So konnte Mümliswils Gemeindepräsident Kurt Bloch auch in diesem Jahr von den insgesamt 26 neuen Stimmberechtigten den grössten Teil begrüssen.

Der Kronenplatz in Ramiswil war leicht mit Schnee überzuckert, als man sich am vergangenen Freitag um 18 Uhr traf. Pünktlich fuhren Marius und Anton Müller mit ihren Pferdefuhrwerken vor und sofort stieg die Stimmung unter den rund 30 Personen merklich an.

Im gemächlichen Trott, gesichert von zwei beleuchteten Begleitfahrzeugen, fuhr die fröhliche Gesellschaft Richtung Guldental - vorbei an einer wunderbar verschneiten Landschaft. Beim Restaurant Guldenthal wartete dann auf die teils leicht frierenden Jungbürgern ein wärmender Punsch, bei dem alle Gelegenheit hatten, sich etwas näher kennenzulernen. Traditionsgemäss nahm anschliessend Kurt Bloch den jungen Leuten das Gelöbnis ab und munterte sie gleichzeitig auf, sich aktiv am politischen Leben in der Gemeinde zu beteiligen.

«Ihr könnt nun ja nicht nur wählen, sondern auch gewählt werden», erinnerte Bloch sie an die Rechte und Pflichten. Die feine Küche des Restaurants Guldenthal trug schliesslich endgültig dazu bei, dass sich alle wohlfühlten. Diskutiert wurde zwar intensiv, aber bis zum Schluss des Abends konnte der Jahrgang noch keinen Präsidenten ernennen, der dann im nächsten Jahr Ansprechperson für die Gemeinde sein muss.

Um 23 Uhr warteten dann wieder die Kutschen, um alle wieder sicher nach Hause zu bringen. Nach der letztjährigen Winterwanderung in die Wechten wird sicher auch dieser Anlass unvergesslich bleiben.

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