Zuchwil
Die Einsprache gegen den Gestaltungsplan Ausserfeld ist abgewiesen

Der Zuchwiler Gemeinderat weist die Einsprache gegen den Gestaltungsplan Ausserfeld ab. Er ist gegen eine Lichtsignalanlage und stellt sich hinter den McDonald’s-Kreisel.

Christoph Neuenschwander
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Mit dem provisorischen Kreisel beim Mc-Donald’s hat die Gemeinde gute Erfahrungen gemacht.

Mit dem provisorischen Kreisel beim Mc-Donald’s hat die Gemeinde gute Erfahrungen gemacht.

Hanspeter Bärtschi

Zu gross, zu laut und zu verkehrsintensiv. Die Einsprecher – die Eigentümer des Grundstücks 1763 (Birchi-Center) – hatten kein gutes Haar am Gestaltungsplan Ausserfeld gelassen. Deutlich fiel auch die Antwort der Abteilung Bau und Planung aus. Deren Entscheid, die Einsprache abzuweisen, wurde einstimmig vom Zuchwiler Gemeinderat abgesegnet.

Die Einsprecher hatten den Gestaltungsplan, der den Weg für den Bau eines Einkaufszentrums neben dem Birchi-Center ebnet, heftig kritisiert. Man ermögliche der Bauherrschaft, ein Gebäude zu realisieren, das «in keiner Weise in die bauliche und landschaftliche Umgebung» passe. Durch technische Bauten auf dem Dach, welche die zulässige Gebäudehöhe von 11 Metern übersteigen dürfen, werde das Einkaufszentrum «visuell als dreigeschossiger Block wahrgenommen». Zudem sei es «verkehrstechnisch völlig unsinnig, einen Fachmarkt in einem Verkehrsgebiet zu realisieren, welches bereits heute an seine Kapazitätsgrenzen gelangt». Während das Gutachten von einer «marginalen Erhöhung» des Staus ausgeht, erwarten die Einsprecher massiv mehr Verkehr. Ausserdem unterschätze man Lärmimmissionen und Parkplatzprobleme.

Besser als beim Birchi-Center

Die Abteilung Bau und Planung konterte: «Sowohl das benachbarte Birchi-Center wie auch das McDonald’s-Gebäude glänzen nicht mit ästhetischer Schönheit und würden nach heutigen städtebaulichen Anforderungen so kaum mehr bewilligt.» Die Dachaufbauten des künftigen Fachmarkts würden – im Gegensatz zu jenen auf dem Birchi-Center – abgeschwächt, weil sie 7 Meter von der Fassade zurückliegen müssen.

Um einen «störungsfreien Verkehrsfluss» zu gewährleisten, müsste man jedes Einkaufszentrum auf der grünen Wiese bauen, betonte Peter Baumann, Leiter Bau und Planung, vor dem Gemeinderat. Und das wäre unsinnig. Mit gewissen Unzulänglichkeiten im Verkehrsablauf müsse in Zentrumsgemeinden ab und an gerechnet werden.

Verkehr und Hochwasserschutz

Um den Verkehr ging es auch im nächsten Geschäft: Die Stellungnahme der Abteilung Bau und Planung zum Bericht «Optimierung Knoten Kreuzplatz» wurde einstimmig genehmigt. Man befürworte jede Knotenlösung, die keine Nachteile für Zuchwil brächten. Eine Lichtampel beim McDonald’s-Knoten, um den Verkehr dosiert Richtung Kreuzplatz zu schicken, lehne man ab, betont die Abteilung. Man habe gute Erfahrungen mit dem (noch provisorischen) Kreisel gemacht. Dafür wiederholt Zuchwil die Anregung, die schon bei der Stellungnahme zum kantonalen Richtplan gemacht wurde: eine Verbindung zwischen Luterbachstrasse und dem Autobahnanschluss Solothurn Ost zu prüfen.

Im Weiteren nahm der Gemeinderat Stellung zum Vorprojekt Hochwasserschutz Emme. Auf Antrag von Cornelia König (SP) wurde der Wunsch formuliert, mit Aushubmaterial aus dem Emme-Ufer einen Lärmschutzwall beim Pfadiheim gegen die Autobahn zu erstellen. Zudem soll geprüft werden, ob beim Emmenspitz eine Brücke für den Langsamverkehr ermöglicht werden kann.

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