Geschenk zum Jubiläum
Bürgergemeinde Hüniken schenkt Einwohnergemeinde ein «Mehrfamilienhaus»

Im Weieracker, am renaturierten Dünnbach, wurde am Mittwoch ein Mehrfamilienhaus aufgestellt. So nennt es der Hüniker Walter Gloor scherzhaft. Tatsächlich ist es ein Schwalbenturm mit 54 Nestern.

Rahel Meier
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Das erste Stockwerk des Schwalbenturms
31 Bilder
Die Stützen aus Eichenholz werden montiert
Andy Junker setzt das grobe Werkzeug an
Noch passen die Teile nicht genau aufeinander
Lehrling Severin Waser schleift den Stamm ab
Wieder ein Versuch das zweite Stockwerk zu montieren
Und nochmals muss abgeschliffen werden
Immer noch fehlt ein bisschen, damit die Teile passen
Andy Junker zeichnet die Stellen an ...
... und setzt dann die Motorsäge an
Feinarbeit ist gefragt
Gespür ist nötig
Und jetzt geht es nochmals ans Zusamennsetzen
Und als letztes folgt das Kupferdach
Zu dritt wird es gehoben
Es ist vollendet und kann verschraubt werden
Geschraubt wird im Team
Die Schwalbennseter aus einer speziellen Gipsmasse
Insgesamt 54 Nester werden platziert
Wichtig ist, dass die Öffnungen der Nester richtig platziert werden.
Hüniken erhält einen Schwalbenturm mit 54 Nestern.
Christoph Jäggi hebt den Schwalbenturm mit dem Hoflader an
Wie können wir die Hebelwirkung ändern?
Das Werkzeug wird anders montiert
Vielleicht klappts ja beim zweiten Versuch.
Und jetzt wird alles gut festgezurrt ...
... damit das Ganze auch hält.
Endlich ist der Schwalbenturm platziert
Die Gurte müssen auch wieder gelöst werden.
Die Arbeit ist getan.
Die Linde, die ebenfalls ein Geschenk der Bürgergemeinde ist

Das erste Stockwerk des Schwalbenturms

Rahel Meier

Den ganzen Morgen investierten Andy Junker, der schon mehrere Schwalbentürme gebaut hat, und sein Lehrling Severin Waser, in den Aufbau. Die Teile wurden in Junkers Schreinerei vorgefertigt und vor Ort zusammengesetzt.

Das dauerte am Mittwochmorgen etwas länger als geplant, weil eines der Teile nicht ganz exakt ausgemessen war. Mit viel Erfahrung passte Junker die Einzelteile mit Hilfe der Motorsäge ein.

Mit Hilfe von Christoph Jäggi und seinem Hoflader konnte der Turm dann aus der horizontalen in die vertikale Lage gebracht werden.

Der Schwalbenturm ist ein Geschenk der Bürgergemeinde Hüniken an die Einwohnergemeinde. Diese feiert heuer ihr 750-Jahr-Jubiläum. Heute Abend kann die Bevölkerung den Turm bei einem Apéro einweihen.

45 Miteigentümer

Angeregt wurde der Bau des Schwalbenturms von Walter Gloor. Ursprünglich sollte der Turm auf seinem Grundstück aufgestellt werden. Denn der renaturierte Dünnbach fliesst auch dort.

Weil der Turm ein Geschenk der Bürger- an die Einwohnergemeinde ist, wurde aber beschlossen, den Schwalbenturm auf öffentlichem Grund zu platzieren. Mit diesem Geschenk könne man der Natur etwas Gutes tun, meint Gloor. 45 Personen haben übrigens Miteigentumsrechte. Sie haben nämlich einen Betrag von 50 oder 100 Franken gesprochen und so symbolisch ein Schwalbennest erworben.

Zusätzlich wird heute Abend eine Linde, die ebenfalls am Dünnbach gepflanzt wurde, eingeschwemmt. Auch dies ist ein Geschenk der Bürgergemeinde. Früher standen oft Linden auf dem Dorfplatz, darunter Ruhebänke, wo man sich traf und tratschte. Diesen Gedanken verfolge man auch mit der neu gepflanzten Linde, so Gloor.