Zuchwil
Boa zieht in den Regiomech-Neubau: «So werden die Abläufe einfacher»

Regiomech baut für 1,2 Mio. Franken aus, Ende August zügelt Boa in den Neubau. Der Verein ist derzeit noch in Solothurn zuhause. Der Umbau wurde von der Solothurner Architektin Lotti Arnet geplant.

Rahel Meier
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Umbau der Regiomech
9 Bilder
Hier kommt das Gartenrestaurant hin.
Der Eingangsbereich im Parterre.
Auf der Baustelle
Aufgang in den ersten Stock
Der obere Stock

Umbau der Regiomech

Rahel Meier

Im Sommer 2011 konnte die Genossenschaft Regiomech das Gebäude direkt neben dem «Mutterhaus» an der Langfeldstrasse 28 kaufen. Die Hälfte des Gebäudes wurde daraufhin für die Staplerkurse eingerichtet (wir berichteten), die andere Hälfte noch von einem Fremdmieter genutzt.

Nun ist dieser ausgezogen und die Regiomech baut für die eigenen Bedürfnisse um. Die Boa kann damit Ende August von ihrem jetzigen Standort an der Weissensteinstrasse in Solothurn nach Zuchwil ziehen. «Das vereinfacht die Abläufe«, so Ignaz Moser (Geschäftsführer Regiomech).

Boa: Mensch, nicht Fachbereich

Boa steht für Bildung, Orientierung, Arbeit. Boa wurde ursprünglich vom Schweizerischen Arbeiterhilfswerk getragen, dann in einen Verein umgewandelt und im Jahr 2009 von der Regiomech übernommen. Betreut werden Menschen mit einer Mehrfachbelastung. Sie werden bei der Stellenfindung gecoacht und bei der Erstellung von Bewerbungsunterlagen unterstützt. Bei Boa sind zwei Sozialarbeiter angestellt, die die Klienten betreuen. Dies ist der Unterschied zu den anderen Bereichen der Regiomech, in
denen nach Fachbereichen gearbeitet wird, und die dementsprechend auch von Fachkräften geleitet werden. Ziel ist es, die
Klientinnen und Klienten wieder im normalen Arbeitsmarkt zu
integrieren.
(rm)

Weil die neue Halle bisher der Industrie diente, ist sie nicht isoliert. Architektin Lotti Arnet (Solothurn) hat den Umbau geplant. Mit Holzbauelementen wurde im östlichen Teil des Gebäudes sozusagen ein Haus ins Haus gebaut.

Dort entstehen zurzeit Büroräume, Schulungsräume, Sitzungszimmer, Ateliers und eine Holzwerkstatt. Genutzt wird das Gebäude künftig auf zwei Stöcken. «Der Kredit von 1,4 Mio. Franken kann voraussichtlich nicht nur eingehalten, sondern unterschritten werden», erklärt Roger Siegenthaler (Präsident Genossenschaft Regiomech).

Alle Aufträge für den Umbau wurden in der Region vergeben, betont er. Auf die Dauer komme der Umbau die Regiomech zudem günstiger zu stehen, als die Einmietung der Boa in Solothurn, erklärt er die Investition.

Geplant ist später auch noch die Gartenwirtschaft zu verlegen und sie östlich der Halle zu platzieren.

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