Langendorf/Rüttenen
Autos müssen grossen Umweg in Kauf nehmen

Die Rüttenenstrasse ist brüchig und muss komplett saniert werden. Am Montag fahren die Baumaschinen auf. Bis Ende Jahr wird die direkte Verbindung zwischen den beiden Dörfern gekappt.

Christof Ramser
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Hinweistafeln stehen bereits.

Hinweistafeln stehen bereits.

Rahel Meier

Orange Schilder weisen am Ortsausgang von Rüttenen bereits darauf hin: Bis Ende 2012 bleibt die Strasse zwischen Langendorf und Rüttenen für den Autoverkehr gesperrt. Das kantonale Amt für Verkehr und Tiefbau AVT saniert die Kantonsstrasse, und zwar fast auf der ganzen Länge von der Abzweigung der Weissensteinstrasse in Langendorf bis zur Ortsgrenze in Rüttenen. «Die Strasse ist in einem gewissen Alter und muss saniert werden», sagt Markus Walter vom Ingenieurbüro Emch und Berger.

Wegen Leitungsarbeiten sei die Oberfläche zudem brüchig geworden. Übermorgen Montag fahren auf nun die Baumaschinen auf. In sechs Etappen wird die Strasse bis Ende Jahr saniert. Je nach Witterung können die Arbeiten auch erst nächsten März abgeschlossen werden. Dabei wird laut Walter die Kofferung ersetzt, es gibt einen neuen Belag und neue Randabschlüsse. Im Sommer 2013 wird schliesslich der Deckbelag aufgetragen.

Bahn frei für Velofahrer

Wer in dieser Zeit auf direktem Weg von Rüttenen nach Langendorf fahren will, muss einen grossen Umweg in Kauf nehmen – zumindest, wer mit dem Auto unterwegs ist. Der motorisierte Strassenverkehr wird über die Obere Steingrubenstrasse via Solothurn umgeleitet. Nicht betroffen von der Umleitung sind Velofahrer und Fussgänger. «Der Langsamverkehr hat oberste Priorität», sagt Bauleiter Markus Walter. Ein Durchkommen sei trotz Baustelle jederzeit gewährleistet. Der öffentliche Verkehr ist von der Sperrung nicht betroffen. Laut Auskunft von Projektleiter Philippe Moll vom AVT führt weder eine reguläre Buslinie noch eine Strecke des Moonliners (Nachtbus) über die Rüttenenstrasse..

Weniger kompliziert ist es für die Anwohner; sie können die Rüttenenstrasse in der Regel befahren. Der gesamte Verkehr, den die Kantonsstrasse im Normalfall schlucken muss, könne man dem Quartier aber nicht zumuten, so Moll. «Deshalb wird er umgeleitet.»

Das Bauvolumen für das Projekt beträgt eine Million Franken. Nächste Woche diskutiert der Gemeinderat Langendorf zudem darüber, ob die Kanalisation im Bereich der Steinsäge gleichzeitig mit der Strassensanierung um 45 Meter ausgebaut werden soll. Noch immer sind dort einige Liegenschaften nicht an die Kanalisation von Langendorf angeschlossen. Kostenpunkt für den Ausbau: Rund 30000 Franken.

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