Nesselboden

Wegen illegaler Rodung kommt Deltastartrampe ins Wanken

Blick auf Oberdorf: Wer hier startet, für den muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Einzelne Deltasportler überschritten wohl auch andere Grenzen. Blick auf Oberdorf: Wer hier startet, für den muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Einzelne Deltasportler überschritten wohl auch andere Grenzen.  Fotos: zvg Blick auf Oberdorf: Wer hier startet, für den muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Einzelne Deltasportler überschritten wohl auch andere Grenzen.

Blick auf Oberdorf: Wer hier startet, für den muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Einzelne Deltasportler überschritten wohl auch andere Grenzen. Blick auf Oberdorf: Wer hier startet, für den muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Einzelne Deltasportler überschritten wohl auch andere Grenzen. Fotos: zvg Blick auf Oberdorf: Wer hier startet, für den muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Einzelne Deltasportler überschritten wohl auch andere Grenzen.

Unterhalb der Deltastartrampe haben Unbekannte illegal Bäume und Büsche gerodet. Nun nimmt der Kanton die Bewilligung der Rampe unter die Lupe

So hat sich Claude Bridevaux, ehemaliger Deltasegler und Verantwortlicher für die Deltastartrampe auf dem Nesselboden, das Ganze wohl nicht vorgestellt: Wegen einer Baumrodung und der Beschädigung einer Mauer unterhalb der Deltastartrampe auf dem Nesselboden hatte er bei der Kantonspolizei eine Strafanzeige gegen unbekannt eingereicht. «Es sah aus wie auf einem Schlachtfeld», beschreibt Bridevaux die Verwüstungen, die er vorgefunden hatte. Jemand wolle hier die Deltasegler auf dem Nesselboden schädigen und in Verruf bringen, mutmasste der Erbauer der Startrampe. Er wisse nicht, wer hinter den Zerstörungen stecke, aber er sei sich sicher, dass es nicht das Werk leichtsinniger Jugendlicher sei. Vielmehr eine gezielte Aktion, um den Deltaseglern zu schaden.

Unterhalb der Rampe wurden illegal Bäume abgeholzt. Foto: zvg

Unterhalb der Rampe wurden illegal Bäume abgeholzt. Foto: zvg

Ins eigene Fleisch geschnitten

Jetzt ist aber klar: Die Baumfrevler stammen aus dem Kreis der Deltasegler. Man kenne man die Verdächtigen sehr wohl, sagt auf Anfrage Jürg Froelicher, Leiter des Amtes für Wald, Jagd und Fischerei des Kantons Solothurn. Namen von möglichen Tätern seien genannt worden. Mit der illegalen Baumrodung schaden die Fehlbaren ihren Kollegen massiv. Denn nachdem die Startrampe über lange Jahre vom Radar der Behörden verschwunden war, ist sie nun wieder in den Fokus des Kantons gerückt: Dieser muss von Amtes wegen die Situation auf dem Nesselboden überprüfen.

Klar ist, dass die Rampe in einem Gebiet liegt, das mit dem Bundesinventar der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung geschützt ist. Ein Gebiet, in dem heute sicherlich keine Baubewilligung mehr erteilt würde, wie Froelicher betont. Die Rampe wurde vor über 30 Jahren erbaut und noch sei nicht abgeklärt, wie die Rechtslage damals war. Über mögliche Konsequenzen für die Deltasegler will sich Jürg Froelicher noch nicht äussern, da die Fakten nicht vollständig geklärt seien. Dem hält Claude Bridevaux entgegen, dass das Bauwerk vom Bundesamt für Zivilluftfahrt bewilligt und auch in der Belastungsstudie Weissenstein von 1985 verzeichnet sei.

Im schlimmsten Fall: Schliessung

Klar ist aber, die kantonalen Stellen werden die Situation der Startrampe in den nächsten Monaten genau unter die Lupe nehmen. Und auch wenn Froelicher sagt, der Ausgang in dieser Angelegenheit sei offen: Ohne Schaden werden die Deltasegler wohl nicht davonkommen – selbst die Schliessung der Rampe ist eine mögliche Konsequenz.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1