Thal–Gäu
Wähleranteil soll erhöht werden: SVP will sie mit konstruktiv–kritischer Sachpolitik überzeugen

Die Schützenstube des Schützenvereins Oberbuchsiten war gestossen voll, als die SVP Amtei Thal-Gäu kürzlich dort ihre Parteiversammlung 2018 abhielt.

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Neben Alt-Nationalrat Roland Borer (Kestenholz) sowie diversen amtierenden und ehemaligen Kantonsrätinnen und Kantonsräten nahm auch der SVP-Kantonalpräsident Christian Imark an der Versammlung teil.

Seit bald einem Jahr steht die SVP Amtei Thal-Gäu unter der Führung von David Sassan Müller aus Niederbuchsiten. Der Präsident blickte in seinem Jahresbericht zurück auf ein besonders intensives Wahljahr. Die SVP ist vielerorts mit Kandidatinnen und Kandidaten für die Gemeinderatswahlen angetreten und konnte dabei diverse zusätzliche Mandate holen, wie Müller erwähnte.

Neue Ortspartei gegründet

Unter seiner Führung versuchte die Partei auch nach den Wahlen mit Sachthemen, in der Öffentlichkeit Präsenz zu markieren. Die Vertreter der Amteipartei leisteten in ihren jeweiligen Funktionen auf Gemeinde- und Kantonsebene laut dem Präsidenten weitestgehend gute Arbeit.

Der Höhepunkt aus Sicht des Präsidenten war die Gründung der SVP Ortspartei Niederbuchsiten am 12. Oktober 2017 in der «Sonne» in Niederbuchsiten. Die Gründungsversammlung wurde kombiniert mit einem Sessionsrückblick der beiden Solothurner SVP-Nationalräte Walter Wobmann und Christian Imark abgehalten.

Müller blickte auch in die Zukunft. Er stellte fest, dass es die SVP auf allen Ebenen des Staates mehr denn je benötige. Gegenüber der CVP und der FDP sei die SVP – gerade in der Amtei Thal-Gäu – nach wie vor eine junge Partei und wohl auch deshalb in vielen Bereichen untervertreten.

Für die Partei gelte es mit konstruktiv-kritischer Sachpolitik aufzuholen. Wenn nötig müsse man den Mut haben, mit kritischen und unangenehmen Fragen quasi den «Stachel im Fleisch der Obrigkeit» zu bilden. Stark verankert sei die Partei bei den Bauern. Grosses Potenzial für die SVP sieht David Sassan Müller bei der Wählerschaft aus Kreisen des Gewerbes, der Wirtschaft, bei Akademikern, bei Schützen und bei der Feuerwehr.

Im Anschluss erläuterte der Niederbuchsiter Feuerwehrkommandant Stefan Müller seine Einschätzungen zu aktuellen Entwicklungen im Bereich der Feuerwehr. Der seit über 20 Jahren im Amt stehende Feuerwehrkommandant und Vizepräsident der SVP Niederbuchsiten zeigte auf, dass mit den angedachten Entwicklungen bei der Feuerwehr seiner Meinung nach der Staat und die Verwaltung mehr und mehr an Einfluss gewinnen, während das Milizprinzip geschwächt werde.

Müllers Einschätzungen wurden von den anwesenden Parlamentarierinnen und Parlamentariern sowie Gemeinderätinnen und -räten aufgenommen. Man werde entsprechende Vorstösse auf allen Ebenen sorgfältig prüfen, versicherten die Würdenträger der Partei. (mgt)

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