Jahresbilanz
Thaler Raiffeisenbanken sind im Hypothekargeschäft weiter stark

Die Raiffeisenbanken Balsthal-Laupersdorf und Dünnerntal–Guldental konnten 2016 ihre Bilanzsumme um 26,7 Mio. Franken auf 797,3 Mio. Franken erhöhen.

Rudolf Schnyder
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Präsentierten die Jahresbilanz 2016 (v.l.) Thomas Hunziker (RB Dünnerntal-Guldental) , Franz Koch (RB Balsthal-Laupersdorf, Präsident der IG der Thaler Raiffeisenbanken) und Alexander Bigler (RB Balsthal-Laupersdorf)

Präsentierten die Jahresbilanz 2016 (v.l.) Thomas Hunziker (RB Dünnerntal-Guldental) , Franz Koch (RB Balsthal-Laupersdorf, Präsident der IG der Thaler Raiffeisenbanken) und Alexander Bigler (RB Balsthal-Laupersdorf)

Rudolf Schnyder

«Die Raiffeisenbanken im Thal sind auch im Jahr 2016 hauptsächlich im Kundengeschäft weiter gewachsen. Wir behaupteten uns weiterhin in unserer Spitzenposition im Kundenpassivgeschäft und im Hypothekargeschäft. Eine seriöse Kreditpolitik «Qualität vor Quantität» war und ist für unsere Banken oberstes Credo», bilanzierte Franz Koch, Präsident IG der Thaler Raiffeisenbanken. «Der Jahresgewinn ist trotz der angespannten Zinsmarge und der höheren Kosten um 32'000 Franken höher ausgefallen als im Vorjahr und beträgt 1,296 Mio. Franken. Das ungebrochene Vertrauen in die Thaler Raiffeisenbanken widerspiegelt der Neuzugang von Genossenschafterinnen und Genossenschaftern. 2016 haben sich 237 Menschen für den Beitritt in eine der beiden Banken entschieden», führte Koch weiter aus.

Die Thaler Raiffeisenbanken zählen zusammen 8418 Mitglieder, damit sind fast 60 Prozent der Bevölkerung im Bezirk Thal Mitglied bei einer der beiden Raiffeisenbanken. Seit Jahren wachsen die Ausleihungen und dabei insbesondere die Hypotheken kontinuierlich. Im Jahr 2016 sind die Hypothekarforderungen um rund 12,7 Mio. Franken angestiegen und betragen nun insgesamt 713,692 Mio. Franken. Die umsichtige Geschäftspolitik der Thaler Raiffeisenbanken wurde mit einem Neugeldzuwachs von 21,2 Mio. Franken auf 613,8 Mio. Franken honoriert und damit konnten die neuen Ausleihungen zu 86 Prozent durch Kundengelder finanziert werden.

Druck auf Zinsmarge

«Die angespannte Situation am Zinsenmarkt hat sich weiter negativ auf die Zinsmarge unserer Banken ausgewirkt. So ist diese trotz höherem Volumen nur um 14'000 Franken höher ausgefallen als im Vorjahr und beträgt 9,866 Mio. Franken. Die Zinsmarge beträgt aktuell noch 1,14 Prozent. Der Ertrag aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft und dem Handelsgeschäft ist im Rahmen des Vorjahres ausgefallen. Der übrige ordentliche Erfolg ist um 103'000 Franken tiefer ausgefallen als im Vorjahr. Dabei hat sich die Zinssatzsenkung des Anteilschein-Kapitals bei Raiffeisen Schweiz markant ausgewirkt.

Personalkosten und Sachaufwand haben 2016 um 387'000 Franken zugenommen, einerseits infolge Ausbau von Beratungskompetenz bei der Raiffeisenbank Dünnerntal-Guldental (Neueinstellung von zwei neuen Kundenberatern) und andererseits durch höhere Kosten für die Einführung einer neuen Bankensoftware in der Raiffeisengruppe im 2018. Drei Mitarbeitende besuchen derzeit eine externe Weiterbildung. Insgesamt arbeiten 40 Personen plus 3 Auszubildende bei den Thaler Raiffeisenbanken. An Steuern entrichteten die Thaler Raiffeisenbanken im 2016 insgesamt 789 443 Franken (Vorjahr: 809'168 Franken).

In die Region Thal investieren

«Das Geschäftsjahr 2016 war geprägt von der Fusion der Raiffeisenbank Dünnerntal mit der Raiffeisenbank Mümliswil-Ramiswil und Holderbank zur Raiffeisenbank Dünnerntal-Guldental. Ebenfalls zeigte Raiffeisen eine starke Präsenz am Markt und in der Gesellschaft. Auch unser Engagement bei der Entwicklung des Bezirks Thal, zusammen mit unseren Partnern Verein Region Thal und Naturpark Thal, ist sehr positiv und hat Potenzial für die Zukunft», erklärte Koch.

Neu befindet sich im Gebäude «Hübeli» in Balsthal das Raiffeisen IT-Ausbildungszentrum «Rainbow» für die Region Nordwestschweiz, wo beinahe täglich 16 bis 18 Personen eine Ausbildung für die neue Bankensoftware erfahren, welche im 2018 bei allen Raiffeisenbanken eingeführt wird.

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