Oensingen
Sozialregion Thal-Gäu: Pro Kopf 45 Franken weniger

Die Verbandsgemeinden des Zweckverbandes Sozialregion Thal-Gäu werden im Jahr 2017 gesamthaft gesehen gegenüber dem laufenden Jahr um 45 Franken pro Einwohner entlastet.

Peter Wetzel
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Beim Zweckverband Sozialregion Thal-Gäu stabilisieren sich die Kosten.

Beim Zweckverband Sozialregion Thal-Gäu stabilisieren sich die Kosten.

BKO

Kurt Bloch, Präsident des Zweckverbandes Sozialregion Thal-Gäu, konnte bekannt geben, dass die Verbandsgemeinden im Jahr 2017 gesamthaft gesehen gegenüber dem laufenden Jahr um 45 Franken pro Einwohner entlastet werden.

Dies sei vor allem auf den bedeutend tiefer eingesetzten Lastenausgleich in der Sozialhilfe, den tieferen Betriebskosten und den Wegfall der einmaligen Ausgaben für ICT-Aufwendungen im laufenden Jahr zurückzuführen. Ein wenig getrübt werde die gute Prognose durch den höheren Lastenausgleich Administration, welcher im Vergleich zum Budget 2016 um 4 Franken pro Einwohner höher ausfalle.

Bloch führte auch aus, dass das Budget 2017 nach den Vorgaben HRM2 (Harmonisiertes Rechnungsmodell 2) erstellt worden und im Antrag an die Delegierten erstmals der Lohnsummenanstieg enthalten sei.

Die Lohnsumme des Verwaltungs- und Betriebspersonals betrage im Budget 2017 3,125 Mio. Franken (2016 waren es 3,064 Mio. Franken. Der Anstieg betrage somit 60 10 Franken. Die Gesamtlohnsumme sei somit nur um knapp 2 Prozent gestiegen, obwohl im Mandatsdienst eine Erhöhung um 10 Prozent und im Flüchtlingswesen eine solche von 100 Prozent vorgenommen wurde (ab 1. Oktober 2016).

Vorsichtige Budgetierung

Der Lastenausgleich Gesetzliche Sozialhilfe ist im Budget mit 375 Franken pro Einwohner eingesetzt. Das sind 10 Franken pro Einwohner mehr als der vorgeschlagene Richtwert des Amtes für soziale Sicherheit. Man wolle sich eine Reserve von 10 Franken pro Einwohner schaffen, wurde argumentiert. Das Amt rechnet für 2017 für den ganzen Kanton mit einem Nettoaufwand von 99 Mio. Franken.

Bei den Betriebskosten belaufen sich die Dossierkosten deutlich über dem Ansatz von 1500 Franken gemäss Lastenausgleich Administration. Budgetiert ist ein Betrag von 45,44 Franken pro Einwohner. Die Gemeinden werden um 135 000 Franken entlastet. Für die Abklärungen im Kindes- und Erwachsenenschutzbereich sind im Voranschlag Fr. 11.40 pro Einwohner separat ausgewiesen. Die Betriebskosten Mütter-/Väterberatung bewegen sich mit 6 Franken pro Einwohner im üblichen Rahmen.

Verzicht auf Teuerungsausgleich

Die Delegierten genehmigten das Budget 2017 einstimmig. Dieses weist einen Gesamtaufwand und einen Gesamtertrag von je 17,831 Mio. Franken aus. Weiter wurde beschlossen, dem Personal keine Teuerung auszubezahlen. Dem Lohnsummenanstieg von 60 410 Franken wurde zugestimmt. Die Betriebskosten werden den Verbandsgemeinden weiter verrechnet.

Klare Regelung für Zusammensetzung

De Vorstand des Zweckverbandes Sozialregion Thal-Gäu setzt sich seit 2007 wie folgt zusammen: Präsident, Vizepräsident, Aktuar, drei Vertreter der Einwohnergemeinden der Region Thal und drei Vertreter der Einwohnergemeinden der Region Gäu. Die Interpretation dieser Zusammensetzung und das Nominationsverfahren lösten immer wieder Diskussionen aus. Aus diesem Grund stimmten die Delegierten einer vom Vorstand vorgeschlagenen Statutenänderung zu. Sie beschlossen zuhanden der Verbandsgemeinden, der Vorstand solle ab der nächsten Amtsperiode (2017–21) aus neun Mitgliedern bestehen, und zwar in der Regel aus fünf Vertretern des Bezirks Gäu und aus vier Vertretern des Bezirks Thal. Die Nomination dieser Vorstandsmitglieder soll durch Beschluss der Gemeindepräsidentenkonferenzen Gäu und Thal erfolgen. (pwb)

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