Siegerprojekt
So wird das neue Oensinger Schulhaus aussehen

17 Architektur- und Planungs-Teams haben in der ersten Phase des Wettbewerbs ein Projekt eingereicht. «Optimus Prime» bekam beim von der Gemeinde ausgeschriebenen Planungswettbewerb den Zuschlag.

Erwin von Arb
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Oensingen: «Optimus Prime»

Oensingen: «Optimus Prime»

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Das dreigeschossige in den Hang gebaute Schulhaus von der Südseite. Im Hintergrund die bestehende Schulanlage Oberdorf.

Das dreigeschossige in den Hang gebaute Schulhaus von der Südseite. Im Hintergrund die bestehende Schulanlage Oberdorf.

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Aufgrund der regen Bautätigkeit ist die Bevölkerungl in der Gemeine Oensingen seit 2006 um fast 1200 Personen angewachsen. Per Ende 2016 lebten in der Gäuer Metropole 6220 Menschen. Dieses starke Wachstum hat auch Auswirkungen auf den Schulraum, welcher wegen des Zuzugs von Familien in den nächsten Jahren immer knapper werden wird.

Dies hat auch der Gemeinderat erkannt und deshalb den Bau eines neuen Schulhauses beim Schulhaus Oberdorf ins Auge gefasst. Im Dezember 2014, nach der Bewilligung des Planungskredits von 300 000 Franken durch die Gemeindeversammlung, wurden die ersten Schritte für die die Umsetzung des Projekts in Angriff genommen.

Um eine möglichst optimale Nutzung des südlich des Schulhauses Oberdorf gelegenen Areals zu erreichen, wurde das Projekt im Oktober 2015 in einem öffentlich ausgeschriebenen Präqualifikationsverfahren als Studienauftrag ausgeschrieben. Daran beteiligten sich in einer ersten Phase 17 Architektur- und Planungsbüros. In einem weiteren Schritt wurden am 3. Februar 2016 von einer Jury unter der Leitung von Gemeinderat Christian Hunziker, Ressortchef Bildung und Familie, vier Projekte von Architektur-Teams für die weitere Planung ausgewählt.

Vier Teams in der Endrunde

Die von diesen Teams eingereichten Projekte wurden schliesslich am 23. Mai 2016 von einem Fach- und Sachgremium genau unter die Lupe genommen und bewertet. Als Siegerprojekt wurde einstimmig «Optmus Prime» von der S + B Baummanagement AG aus Pratteln BL auserkoren.

Die Jury befand, dass dieses Projekt räumlich, architektonisch und betrieblich einen wertvollen Beitrag zur Aufgabestellung leistet und zudem viel Potenzial für die Weiterbearbeitung bietet. Das Projekt sieht den Bau eines dreigeschossigen Schulhauses vor. Mit einer neuen Aussentreppe sollen zudem der untere und der mittlere Pausenplatz miteinander verbunden werden. Im Aussenbereich ist ferner die Schaffung von Flächen zum Sitzen, Spielen und Verweilen vorgesehen.

Das Platzangebot im neuen Schulhaus umfasst für den schulischen Bereich acht Unterrichtszimmer, vier Gruppenräume, je einen Raum für textiles Werken und bildnerisches Werken sowie zwei Arbeitsräume für die Lehrkräfte. Inklusive Putz- und Technikraum beträgt die nutzbare Fläche insgesamt 1266 Quadratmeter.

Projekt wird weiter optimiert

Auch der Gemeinderat sprach sich einhellig für das Projekt «Optimus Prime» aus und beschloss die Fortführung der Planungsarbeiten. Dies ebenfalls mit dem Verweis, dass noch weitere Optimierungen vorgenommen werden müssen.

Zu den Baukosten des Projekts wurden noch keine Angaben gemacht. Diese sollen erst dann kommuniziert werden, wenn genauere Berechnungen dafür vorliegen, wie Andreas Affolter, Leiter Verwaltung ad Interim, dazu ausführt.

Ausgegangen wird von einem tiefen zweistelligen Millionenbetrag. Der Zeitplan sieht im Februar 2017 einen Urnengang über das Projekt vor. Ende 2017 soll dann das Baugesuch vorliegen. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von eineinhalb Jahren. Wenn alles nach Plan läuft, soll der Bezug des neuen Schulhauses zum Beginn des Schuljahres 2019/20 im August 2019 erfolgen können.

Ausstellung: Die vier zuletzt im Auswahlverfahren verbliebenen Projekte können am Montag 27. Juni, um 18 Uhr, im Bienkensaal besichtig werden.

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