Mümliswil-Ramiswil
Sinkende Schülerzahlen lösen Handlungsbedarf aus: Schule Ramiswil soll schliessen

Aufgrund der stetig sinkenden Schülerzahlen droht die Schliessung der Schule Ramiswil. Dank umsichtiger Planung konnte eine Schliessung bis jetzt verhindert, aber nicht wirklich abgewendet werden. Inzwischen hat sich die Situation bezüglich der rückläufigen Schülerzahlen nämlich wieder deutlich verschärft.

Erwin von Arb (Mitarbeit kbm)
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Der Schulbetrieb im auch für kulturelle Anlässe genutzten Schulhaus in Ramiswil soll eingestellt werden.

Der Schulbetrieb im auch für kulturelle Anlässe genutzten Schulhaus in Ramiswil soll eingestellt werden.

bko

In Ramiswil, einem der beiden Schulstandorte der Gemeinde Mümliswil-Ramiswil droht die Schliessung der Schule. Dies aufgrund der in Ramiswil stetig sinkenden Schülerzahlen. Damit musste sich der Gemeinderat bereits einmal in Bezug auf das Schuljahr 2007/2008 beschäftigen.

Dank umsichtiger Planung konnte eine Schliessung der Schule in Ramiswil bis jetzt verhindert, aber nicht wirklich abgewendet werden. Inzwischen hat sich die Situation bezüglich der rückläufigen Schülerzahlen nämlich wieder deutlich verschärft.

Um die Situation zu analysieren, hat der Gemeinderat auf Antrag der Schulleitung die Arbeitsgruppe «Zukunft Schule Mümliswil-Ramiswil» eingesetzt. Die Gruppe unter der Leitung der Vizegemeindepräsidentin Rita Füeg hat nun ihren Bericht dem Gemeinderat vorgelegt.

Aus diesem geht hervor, dass im Schuljahr 2017/2018 in Ramiswil sieben 1.-Klässler und sieben 4.-Klässler die Schule besuchen würden. Daraus eine gemischte Klasse zu bilden ist gemäss schriftlicher Mitteilung des Volksschulamtes nicht erlaubt.

Die Arbeitsgruppe kommt ferner zum Schluss, dass auch die Weiterführung der heutigen 3./4. Klasse in der 4./5. Klasse mit den zusätzlichen Lektionen Frühenglisch, Frühfranzösisch und Spezielle Förderung nicht realistisch ist.

Mit Blick auf die Resultate der Erhebung schlägt die Arbeitsgruppe vor, die sechs in Ramiswil geführten Abteilungen nach Mümliswil zu verlegen. Damit könnte der Unterricht auch zum Wohle des Kindes optimiert werden.

Thema bewegt die Gemüter

Nach eingehender Beratung folgte der Gemeinderat dem Vorschlag der Arbeitsgruppe. «Dieser Entscheid ist uns sehr schwergefallen, aber aufgrund der Faktenlage gibt es wohl keine andere Lösung», erklärte Gemeindepräsident Kurt Bloch auf Anfrage.

Der Rat sei sich aber auch bewusst, dass das Thema die Gemüter der Ramiswiler Bevölkerung bewegt. Die Anwesenheit von mehreren Personen an der Ratssitzung sowie die von 123 Personen unterzeichnete Unterschriftensammlung mache das deutlich.

Nicht zuletzt auch deswegen setzte sich im Rat einhellig die Meinung durch, dass vor einem definitiven Entscheid eine öffentliche Informationsveranstaltung durchgeführt wird. Diese findet am kommenden Montag, 14. November, um 20 Uhr, im Gasthof Alpenblick in Ramiswil statt.

Pensionskasse gewechselt

Im Dezember 2015 hat der Gemeinderat den Anschlussvertrag mit der Pensionskasse des Kantons Solothurn (PKSO) auf Ende 2016 gekündigt. Die eingesetzte Arbeitsgruppe beauftragte einen Versicherungsspezialisten, die notwendigen Vorbereitungen zu treffen. Insgesamt wurden 10 Pensionskassen angefragt, deren 6 reichten ein Angebot ein.

Nach eingehender Evaluation empfahl die Arbeitsgruppe dem Gemeinderat den Wechsel zur SHP. Sie bietet bei gleichen Konditionen diverse Vorteile und erbringt im Risikobereich bedeutend bessere Leistungen. Der Rat stimmte dem Wechsel nach eingehender Prüfung einstimmig per 1. Januar 2017 zu.

Ferner hat er die Finanzierung einheitlich auf 55 Prozent Arbeitgeberbeitrag und 45 Prozent Arbeitnehmerbeitrag festgelegt. Die Renten der aktiven Pensionäre sind von Gesetzes wegen sichergestellt. Der Besitzstand ist gewährt.

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