Balsthal
Schüler gehen auf Zeitreise durch die Dorfgeschichte

Die dritten und vierten Klassen des Rainfeldschulhauses Balsthal stellten theatralisch und musikalisch verschiedene Geschichtsepochen dar.

Peter Wetzel
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Der Rössli-Jean im Franzosenhut wiegelt das Volk zum Widerstand auf.

Der Rössli-Jean im Franzosenhut wiegelt das Volk zum Widerstand auf.

zvg

Alles begann beim Findling vor dem Inselischulhaus. Finn und Lotta begegneten einem Kobold, der ihnen verriet, wie man eine Zeitreise machen kann: Einfach beim Stein «yluege», auf «zehn» zählen und die gewünschte Jahreszahl nennen. Finn und Lotta waren zu neugierig, um dieses Angebot abzuschlagen. Sie wünschten sich als erstes die Zahl 450 Jahre vor Christus und prompt befanden sie sich bei den Rentierjägern der Rislisberghöhle. Eine Gruppe von Steinböcken war gerade gesichtet worden. Ein Steinbock konnte dann von den Jägern erlegt werden und die Mitglieder der Sippe freuten sich auf gebratenen Steinbock. So ging es weiter.

Finn und Lotta statteten nachher den Raurikern auf der Holzfluh einen Besuch ab. Diese bereiteten sich gerade für das Maifest vor. Weiter konnte beobachtet werden, wie mit verschiedenen Waren getauscht und gehandelt wurde.

Römer und Schlossherren

Nächster Halt war der römische Gutshof und das Lager südwestlich des heutigen St. Wolfgang. Die Bediensteten hatten alle Hände voll zu tun, um den Aufenthalt der ankommenden römischen Legionäre so bequem wie möglich zu gestalten. Auf dem Schloss Neu-Falkenstein ging es mittelalterlich zu und her. Die Untertanen waren am Martinstag daran, ihren Zehnten abzuliefern, währendem draussen reger Marktbetrieb herrschte. Der Schlossherr liess gottlob Milde walten, wenn der Zehnte nicht ganz oder gar nicht entrichtet werden konnte.

Die Brandstiftung auf dem Schloss im Jahr 1798 war natürlich auch ein Thema für die Schüler. Der Rössli-Jean wiegelte die Balsthaler auf: «Wir haben uns schon viel zu lange von denen da oben auf dem Schloss regenten lassen!» Fazit: Das Schloss wurde von den sogenannten Patrioten in Brand gesteckt. Der letzte Halt der beiden Zeitreisenden gab einen Einblick in das nicht leichte Leben des Gastarbeiterkindes Gianni aus Italien, der im Dorf zum ersten Mal die Schule besuchen musste. Das spannende Erlebnis von Finn und Lotta endete vor dem Rainfeldschulhaus, wo auf dem Pausenplatz buntes Treiben herrschte.

Zufrieden mit dem Endresultat

Auf und vor der Bühne war immer etwas los. Dafür sorgten auch die Liedeinlagen, gesungen in verschiedenen, den Szenen angepassten Sprachen. Mit dem rassig vorgetragenen Schlusslied «Astronaut» wurde nicht mehr rückwärts, sondern in die Zukunft geschaut, was den jungen Schauspielern sichtlich Spass machte. Auch deutete der Einsatz von allerlei Rhythmus- und andern Instrumenten, zusammen mit einer kleinen Schülerband, darauf hin, dass das Musikalische bei diesem Projekt nicht zu kurz gekommen war.

Die liebevoll hergestellten Requisiten und Kostüme trugen viel zu den schönen Bühnenbildern bei. Den Text zu dieser musikalischen Theatervorführung schrieb die Lehrerin Silvia Schmutz, welche auch gleichzeitig Regie führte. «Die ganze Arbeit habe viel Zeit und Geduld gebraucht, aber mit dem Endresultat sei sie sehr zufrieden, sagte Silvia Schmutz. Es sei für die Kinder spannend gewesen zu beobachten, wie die einzelnen Theaterteile langsam zusammengefügt worden seien.

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