Bruno Born
Präsident Region Thal zu Problemen im Naturpark: «Fehlerfrei ist niemand»

Philipp Felber
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Bruno Born: «Es gibt nie eine Garantie dafür, dass jemand bleibt, wenn man ihn einstellt.»

Bruno Born: «Es gibt nie eine Garantie dafür, dass jemand bleibt, wenn man ihn einstellt.»

Michel Lüthi

Bruno Born, eine ketzerische Frage zu Beginn: Was wäre, wenn es den Park nicht mehr gäbe?

Bruno Born: Das Thal würde nicht mehr als Region auftreten, und damit würde unsere Region nicht mehr wahrgenommen werden. Und wir müssen auch sehen, dass dadurch 90 Prozent der Fördergelder für die Region wegfallen würden.

Im Geschäftsbericht 2014 erwähnen Sie, dass die Arbeiten zu wenig wahrgenommen werden. Hat der Park nun eine bessere Bodenhaftung im Thal?

Durch die Hiobsbotschaften in der letzten Zeit hat sich dies kaum gebessert. Doch intern wurde dies auch angesprochen und in einem Workshop diskutiert. Ich höre ab und an von Leuten: «Was machen die dort vorne eigentlich?» Vor allem im Tourismus sehe man zu wenig wird gesagt, doch man muss auch festhalten, dass wir nicht die grossen Leuchttürme haben und einer grossen Konkurrenz ausgesetzt sind.

2015 hiess es, dass es in Bezug auf die Mehrjahresplanung Probleme gab. Wurden diese nun ausgemerzt?

Ja, die Mehrjahresplanung steht. Durch die Wechsel war dies jedoch nicht ganz einfach. Gewisse Dinge sind sicher liegen geblieben. Im Normalfall wären wir mit der Planung wohl einen Monat weiter.

Woran scheitert der Park im Versuch, Kontinuität reinzubringen. Warum gehen die Leute?

Es gibt nie eine Garantie dafür, dass jemand bleibt, wenn man ihn einstellt. Dazu kommt, dass wir für die Ausbildung, welche die Leute haben, keine wirklich guten Löhne zahlen können. Zudem ist sicher nicht alles optimal gelaufen, zum Teil auch zwischenmenschlich.

Ist es kein Problem, dass die direkte Aufsicht im Grunde genommen Laien sind und die Geschäftsführer und Parkleiter Professionelle?

Das glaube ich nicht. So gewährt das Pflichtenheft der Geschäftsführung sehr viele Freiheiten. Es kann sein, dass wir uns als Politiker im Vorstand der Bevölkerung sehr verpflichtet fühlen und daraus eventuell Diskussionspunkte entstehen. Doch das System funktioniert sehr gut.

Wie nehmen Sie die Stimmung im Vorstand wahr?

Im Vorstand gibts wohl niemanden, der sagt, den Park brauchen wir nicht mehr. Eine Anekdote dazu: innerhalb von 24 Stunden konnte nach einer Kündigung eine Vorstandssitzung abgehalten werden, an der von dreizehn Mitglieder neun teilnehmen konnten. Das Interesse ist also da.

Haben auch Sie persönlich Fehler gemacht?

Die Frage stellte ich mir schon hundertmal. Wenn sich das jemand nicht fragt, stimmt etwas nicht. Ich habe den Vorstand auch gefragt, ob ich das Problem sei, dies wurde jedoch nicht so angesehen. Doch fehlerfrei ist niemand.

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