Thal-Gäu
Parademusik im Guldental: Ein Schmaus fürs Auge wie fürs Ohr

«Petrus muss ein Guldentaler sein». Mit diesen Worten begrüsste OK-Präsident Dani Nussbaumer die elf Musikvereine, welche sich für eine Teilnahme am Samstag an den Regionalmusiktagen Mümliswil-Ramiswil entschieden haben.

EDGAR STRAUMANN
Drucken
Teilen
1. Rang in der Parademusik: BB Harmonie Wolfwil

1. Rang in der Parademusik: BB Harmonie Wolfwil

Bruno Kissling

Tatsächlich herrschte eitel Sonnenschein beim obligaten Begrüssungstrunk, wodurch der fröhlichen Feststimmung überhaupt nichts mehr im Wege stehen konnte. Der Musikverein Konkordia Wolfwil war für die musikalische Umrahmung beim Apéro in der Pausenhalle beim Schulhaus Brühl besorgt, ehe der erste Verein sich für die Parademusik, früher als Marschmusik bezeichnet, bereitstellte.

Als erste der drei Brass-Band Formationen konkurrierte die Frohsinn Laupersdorf mit ihrem Dirigenten Heinz Sinniger. Die Bekanntgabe der Punktzahl zeigte erstmals, dass die Vereine in reiner Blechbesetzung gegenüber den Harmoniegesellschaften einen gewissen Vorteil beanspruchen konnten. Die Laupersdörfer brauchten allerdings keinen Bonus, denn musikalisch wie auch militärisch überzeugten sie auf der ganzen Linie.

Als einzige Dirigentin trat am Samstag Emerita Blum-Duss mit der Brass-Band Harmonie Wolfwil an. Wie sich im Nachhinein zeigen sollte, erst noch höchst überzeugend. Mit dem «Marsch der Grenadiere» von Hans Honegger erreichten die Wolfwiler am Ende die höchste Punktzahl. Auch dabei zeigte sich, dass eine traditionelle, gute Marschkomposition, selbstverständlich auch gut interpretiert, nach wie vor eine gute Ausgangslage für einen Wettbewerb darstellt. Nochmals wurde es eng um den Tagessieg, als die dritte Brass-Band, die MG Konkordia Aedermannsdorf, als letzte der zehn Konkurrentinnen sich zur Ausstellung formierte. Ihr Dirigent, Bernhard Wüthrich, hatte mit seinem Corps den Marsch «Brass Parade» von Jean-Pierre Fleury einstudiert. Auch damit wurde nicht nur eine gute Wahl getroffen, sondern mit dem Vortrag ein eindrücklicher Schlusspunkt gesetzt. Am Schluss reichte es zur «Silbermedaille».

Auffallend bei der Bewertung waren die zum Teil grossen Differenzen bei der musikalischen Benotung. Musik ganz allgemein ist nun mal für den Zuhörer eine Sache der Auffassung. Neun Punkte Differenz zwischen den beiden Musikexperten scheinen nun aber doch etwas gross oder aber nicht ganz nachvollziehbar. Auf diese Problematik angesprochen, fand einer der beiden Experten auch keine stichhaltige Erklärung, führte aber ebenfalls die unterschiedliche Auffassung an. Von der Veranstaltung hatte er jedoch einen guten Gesamteindruck. Die Parade sei beim Publikum gut angekommen und man habe gesehen, dass durchwegs mit grossem Engagement musiziert wurde.

Aktuelle Nachrichten