Mümliswil
Oberbergkreuz erstrahlt in neuem Glanz

Was Fronarbeit und modernste Technik möglich machen, zeigt sich auf dem Oberberg in Mümliswil. Das acht Meter hohe Christ-König- Kreuz wird an Ort und Stelle in viel Handarbeit erneuert und mit besserer Leuchttechnik ausgerüstet.

Josef Tschan-Studer
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Oberbergkreuz Mümliswil
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Das Oberbergkreuz wird mit modernster Beleuchtungstechnik ausgerüstet
Die Freiwilligen (v.l.) Armin Müller, Patrick Bader, Kilian Bader, Fabian Jeker und Patrick Walter

Oberbergkreuz Mümliswil

Josef Tschan-Studer

Seit 1937 steht das Christ-König-Kreuz auf dem Oberberg südlich von Mümliswil. Damals wurde das acht Meter hohe Kreuz von der katholischen Jungschar in Fronarbeit erstellt. Anfangs, so erzählt man sich, sei das Kreuz zu Festtagen hin von jungen Leuten mit Kerzen und Laternen erleuchtet worden. Später folgte elektrisches Licht.
1957 wurde das Kreuz ein erstes Mal und 1991 zur 700-Jahr-Feier der Eidgenossenschaft ein zweites Mal komplett saniert. Da die verlegte Stromleitung beschädigt war, musste jahrelang ein Stromkabel vom Oberberghof zum Kreuz gelegt und wieder eingerollt werden. Diese Arbeiten wurden von der Jungwacht Mümliswil erbracht, bis im Jahr 1984 der Einwohnergemeinderat in Fronarbeit ein neues Kabel in den Boden verlegte. Bis anhin hat die Einwohnergemeinde sämtliche Kosten getragen.

Fronarbeit und Technik

In den letzten Jahren wurden die defekten Lampen immer wieder von Kilian Bader und René Lisibach ausgewechselt. Armin Müller aus Ramiswil nahm den restlichen Unterhalt vor. Da die 31 Glühbirnen, die in Glasgaloschen stecken, immer wieder kaputt gingen (Kurzschlüsse wegen Feuchtigkeit usw.) und auch einen enormen Stromverbrauch aufwiesen, entschied man sich, das Kreuz mit neuster Beleuchtungstechnik auszurüsten. Die Beleuchtung wurde durch ein LED-Band ersetzt, welches noch einen Bruchteil des bisherigen Stroms benötigt und auch viel heller leuchtet. Zudem wird der Unterhalt minimiert. Bis jetzt war Hans Hählen, Oberbergbauer, für das Ein- und Ausschalten verantwortlich. Dank der neuen Technik kann die Beleuchtung ab sofort per Handy vom Dorf aus bedient werden.

Warum dieser freiwillige Einsatz?

Unternehmer stellten Maschinen und Geräte gratis zur Verfügung. Die Kosten für das Material teilten sich die Elektra sowie die Kirchgemeinde Mümliswil. Kilian Bader, Patrick Bader, Fabian Jeker, Armin Müller und Patrick Walter nahmen an einem Samstag die Arbeiten in Angriff. «Wir hoffen, dass wir mit unserer freiwilligen Arbeit den Leuten im Dorf eine Freude bereiten und aufzeigen können, dass man nicht immer für jede Arbeit bezahlt werden muss», äusserte sich einer der Freiwilligen. Die Arbeit ist getan, das Kreuz kann in der Adventszeit mit seinem hellen Schein die Leute im Dorf unten erfreuen und bewachen – leider hat dies bis jetzt zäher Hochnebel verhindert.

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