Mümliswil-Ramiswil
Umgebung des Schulhauses Brühl soll noch natürlicher gestaltet werden

Die Gemeinde Mümliswil startet ein Projekt unter den Vorgaben von «Natur im Siedlungsraum» des Naturpark Thal.

Fränzi Zwahlen
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In diesem Bereich soll die die Schulanlage Brühl noch mehr «Natur im Siedlungsraum» zugestanden werden.

In diesem Bereich soll die die Schulanlage Brühl noch mehr «Natur im Siedlungsraum» zugestanden werden.

Frb / Solothurner Zeitung

Der Mümliswiler Gemeindepräsident Kurt Bloch lud kürzlich Naturspezialisten- und Interessierte aufs Gelände des Schulhaus Brühl. Dabei waren Mitglieder der Natur- und Umweltschutzkommission, der Leiter von Forst Thal Kilian Bader, Martin Huber, Biologe des Ingenieurbüros BSB Oensingen, der Anlagewart des Schulhauses Brühl Thomas Lisser und Ines Kreinacke, Geschäftsführerin des Naturpark Thal.

«Es geht mir zunächst einmal darum, bei einem Augenschein vor Ort Massnahmen zu besprechen, wie die Umgebung des Schulhauses Brühl noch natürlicher gestaltet werden kann», so Bloch. Es sei ihm ein Anliegen, in der Gemeinde so viel «Natur im Siedlungsraum» zu schaffen, wie möglich.

So wurden bereits vor einiger Zeit von Biologe Martin Huber rund 40 Objekte in Mümliswil begutachtet. Dieser sagte:

«Im Grossen und Ganzen muss ich der Gemeinde ein gutes Zeugnis ausstellen. Mümliswil-Ramiswil weist viele naturnahe Bereiche auf.»

Hin und wieder gäbe es Handlungsbedarf - wo störende «Schroppen» zu finden seien.

Auch das Areal rund ums Schulhaus Brühl übe diesbezüglich eine Vorbildfunktion auf. Doch sind die Sträucher und Bäume der Anlage, die 1977 gebaut wurde, nun in die Jahre gekommen und verdienen Auffrischungen und neue Impulse.

Zuerst an die Bedürfnisse der Gemeinde denken

Zuoberst stünden aber die Bedürfnisse der Gemeinde, die das Areal für die Schule und für Veranstaltungen nutzt. Dies muss weiterhin möglich sein - darüber waren sich alle Beteiligten einig. Es ging im Speziellen um die Bereiche Schulanlage, wo Parkplätze auf Rasensteinen vorhanden sind, wo eine Steinsitzgruppe unter Sträuchern zu finden ist und dort, wo hin und wieder Festtische in den Rasen gestellt werden. «Gerade dies soll unter den alten Hochstammbäumen weiter möglich sein», betonte Bloch.

Hier soll es neu eine Wiesenblumenmatte geben, die zweimal jährlich gemäht wird. Hingegen einigte sich die Gruppe darauf, dass die ausgewachsenen Weiden und der Schwarzdorn bei der Steinsitzgruppe teils entfernt und teils verjüngt werden soll. Als Bepflanzungsart schlug der Biologe die Schaffung einer Ruderalfläche mit Schotter und Mergel vor, welche das Wachsen von Pionierpflanzen und ein grosses Insektenaufkommen ermöglichen.

Ines Kreinacke sicherte der Gemeinde Gelder aus dem Programm «Natur im Siedlungsraum» zu. «Wir können bis zu 40 Prozent der Sachkosten übernehmen», erklärte sie. Die Gruppe einigte sich, dass im kommenden Herbst mit den ersten Arbeiten für dieses Vorhaben begonnen werden soll.

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