Gemeindeversammlung
Mehr Bewohner bedeuten mehr Arbeit: Holderbank stockt Pensen der Verwaltung auf

Mit einer Pensenaufstockungen auf der Gemeindeverwaltung soll die zunehmende Arbeit in Holderbank bewältigt werden. Die Gemeindeversammlung stimmte einem entsprechenden Antrag zu.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Holderbank

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Bruno Kissling

Holderbank wächst, und damit die Ansprüche der Bevölkerung an Behörden und Gemeindevertreter. Diese Tatsache führt dazu, dass der Gemeinderat an der von 35 Stimmberechtigten besuchten Budgetgemeindeversammlung von vergangener Woche an die Stimmberechtigten den Antrag stellte, die Pensen auf der Gemeindeverwaltung anzuheben. «Generell kann festgestellt werden, dass die Arbeiten zugenommen haben und auch laufend neue Aufgaben, auch im Auftrag des Kantons, hinzukommen», erklärte Gemeindepräsident Urs Hubler. Eine Pensenaufstockung von insgesamt 45 Prozent, verteilt auf fünf Stellen, wurde beantragt.

Im Detail heisst das: Gemeindepräsidium bisher 15, neu 20 Prozent; Verwaltung Finanzen bisher 70, neu 60-70 Prozent; Gemeindekanzlei bisher 40, neu 50-70 Prozent; Gemeindeschreiberei bisher 20, neu 20-30 Prozent und Schulleitung bisher 25, neu 35 Prozent. Nach einiger Diskussion stimmte die Gemeindeversammlung dem Antrag mit knapper Mehrheit zu.

Budget mit Mehrertrag

Zunächst bewilligte die Versammlung zwei Investitionskredite. 165'000 Franken für die Werkleitung Ringschluss der Wasserversorgung, sowie 142'000 Franken für die Werkleitung Abwasser Mülifeld.

Keine grosse Diskussion löste das Budget 2019 aus. Es sieht in der Erfolgsrechnung einen Ertragsüberschuss von 39'773 Franken vor. Zu Fragen kam es aus der Versammlung bei den Posten Bildung und Soziales. In den Unterhalt der Schulanlagen werden 25'000 Franken für dringend notwendige Sanierungen investiert. Ins Auge stach auch der Posten «soziale Wohlfahrt», mit einem Mehraufwand für die gesetzliche Sozialhilfe von 55'400 Franken. Leider sind Mindereinnahmen beim Verkauf in der Forstwirtschaft mit fast 50'000 Franken weniger als im vergangenen Jahr veranschlagt. Dies vor allem darum, weil Holderbank zur Zeit die Organisation dieses Bereichs neu ausrichten muss, erklärte Hubler. Derzeit sei eine Arbeitsgruppe an der Neuorganisation des Forstwesens.

Beim Posten Finanzen wird ein Mehrertrag von 143'000 Franken erwartet. Dies auch, da vom Finanzausgleich fast 80'000 Franken mehr in Aussicht gestellt werden, als im vergangenen Jahr. Die Spezialfinanzierungen erreichen ebenfalls Ertragsüberschüsse: Wasser 11'500 Franken, Abwasser 27'000 Franken und Abfall 550 Franken. Es sind Nettoinvestitionen von 618'350 Franken vorgesehen.

Die Steuern sollen gleich bleiben, wie im vergangenen Jahr: 140 Prozent für natürliche Personen, 125 Prozent für juristische Personen. Die Gebühren für Wasser, Abwasser und Abfall, sowie die Hundesteuer und die Feuerwehrersatzabgabe sollen ebenfalls alle nicht verändert werden.

Bei diesen Zahlen beläuft sich das Pro-Kopf-Vermögen von Holderbank auf 1544 Franken. Der Selbstfinanzierungsgrad beträgt 56,85 Prozent. Die Versammlung folgte allen Budget-Anträgen des Gemeinderates grossmehrheitlich mit wenigen Enthaltungen.

Eine Motion verlangt die Schaffung einer Fachkommission zum Erhalt des Kindergartens und der Schule in Holderbank. Der Gemeinderat hat sich diesem Thema bereits gewidmet. Die erste Forderung der Motion, nämlich sich für den Erhalt des Kindergartens und der Schule einzusetzen, hat der Gemeinderat bereits erfüllt. Beweis sei die Tatsache, dass man die Absicht habe, in die Schulgebäude zu investieren und dass eine Pensenerhöhung für die Schulleitung beschlossen wurde, wurde gesagt. Somit stellte der Gemeinderat den Antrag, diesen Teil der Motion als erledigt abzuschreiben. Die Versammlung folgte dem Antrag mehrheitlich.

Die Gründung einer Fachkommission Bildung wird – wie von den Motionären verlangt – vom Gemeinderat ebenfalls unterstützt. Es wurde beschlossen, dass der Gemeinderat mithilfe einer Fachperson die Einführung einer solchen Arbeitsgruppe prüfen soll. Diskutiert werden sollen auch Alternativen, wie ein Elternrat. Wie diese Arbeitsgruppe konkret gebildet wird, soll der Gemeindeversammlung im kommenden Frühjahr bekannt gegeben werden.

Holderbanker warten noch

Die Vertragserneuerung für den Naturpark Thal für die Jahre 2020-2029, welche Holderbank rund 3500 Franken kostet, war unbestritten.

Hingegen wollte die Mehrheit der Versammlung den freiwilligen Solidaritätsbeitrag zur Verkehrsanbindung Thal für Balsthal nicht gleich bewilligen. Gemäss einem Antrag aus der Versammlung wurde beschlossen, den Holderbanker Anteil von rund 150'000 Franken, verteilt auf 10 Jahre, erst nach dem tatsächlichen Baubeginn des Verkehrsprojektes beizusteuern.

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