Wangen
Ex-Spitzensportler findet es wichtig, Kindern «bewegten Lebensstil» vorzuleben

Im Rahmen von «Schule bewegt» war ex-Triathlon-Spitzensportler Reto Hug im Wangner Hinterbüel zu Gast. Er führte mit den Kindern einen dreiteiligen Bewegungsparcours durch. Auch auf Sicherheit wurde Wert gelegt.

Karin Schmid
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Über eine Turnmatte «schwimmen» ist gar nicht so einfach.

Über eine Turnmatte «schwimmen» ist gar nicht so einfach.

Karin Schmid

Der ehemalige Spitzen-Triathlet Reto Hug wurde während seiner Karriere Europameister, Vize-Weltmeister und war dreifacher Olympiateilnehmer mit Diplom. Auf Ende 2012 verabschiedete er sich aus dem Leistungssport und arbeitet nun als Sportchef bei Swiss Triathlon, dem schweizerischen Triathlonverband.

Seit drei Jahren gehört Hug zu den prominenten Sportpersönlichkeiten, die im Rahmen des Projekts «Schule bewegt» vom Bundesamt für Sport (Baspo) bewegungsfreudige Schulen in der ganzen Schweiz besuchen.

Am Donnerstag war er zum ersten Mal in der Region Olten zu Gast: Er brachte im Wangner Hinterbüel 146 Fünft-, Sechst- und Kleinklässlerinnen und -klässlern Spass und Motivation in die Turnhalle. «Heutzutage spielen Fernseher und Computer bei Kindern eine grosse Rolle», sagt Hug. «Deshalb finde ich es wichtig, ihnen einen bewegten Lebensstil vorzuleben.»

Reto Hug führte mit den Kindern in Wangen einen dreiteiligen Bewegungsparcours durch, bei dem er ihnen in Pendelstafettenform den Triathlon näher brachte – was allerdings gar nicht unbedingt nötig war, wussten die meisten bei entsprechender Nachfrage bereits, dass diese Kombi-Sportart aus Schwimmen, Radfahren und Rennen besteht. So robbten sie erst mit Schwimmbrille über eine Turnmatte, um danach eine bestimmte Strecke mit Helm auf dem Kopf und Pedalo unter den Füssen zu absolvieren. Den Abschluss machte eine Sprintrunde.

Der Helm im Vordergrund

Eine Komponente stellte Reto Hug bei seiner sportlichen Arbeit mit den Wangner Kindern besonders in den Vordergrund: den Velohelm. Beim «Radfahren» per Pedalo durfte erst losgefahren werden, wenn der Helm nicht nur auf dem Kopf sass, sondern dort auch richtig festgemacht war. «Er nützt nichts, wenn der Helm nur aufgesetzt ist oder lose am Arm baumelt», hielt Hug fest. «Dieses Bewusstsein möchte ich fördern.»

Der Tag mit den Primarschülerinnen und Primarschülern machte Reto Hug Spass. «Die Kinder trainierten super mit. Sie waren wirklich dabei und motiviert, quer durch die Altersklassen.» Dass die Jugendlichen so viel Freude an Bewegung zeigten, erstaunte ihn allerdings nicht. «Ein Kind will sich ja bewegen – und wir Erwachsenen sollten ihm etwas bieten», findet der Sportchef von Swiss Triathlon.

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