Ives Thomi spazierte in der Halbzeitpause des WM-Eröffnungsspiels mit seiner Tochter und seinem Hund an der Dünnern entlang, als ihn zwei Mädchen auf eine im Fluss treibende Frau aufmerksam machten. «Zum Glück mit dem Kopf nach oben, dass sie noch schreien konnte», sagt er gegenüber TeleM1.

Wie die Polizei später mitteilen wird, wollte die 59-jährige Frau einem vermeintlich verletzten Tier helfen und war dabei in den Fluss gerutscht und von der Strömung mitgerissen worden. Offenbar war sie auf der Suche nach ihrem eigenen Hund. 

Die Frau wurde also von der Strömung mitgerissen und konnte sich nicht mehr ans Ufer retten. Der 27-jährige Yves Thomi rannte am Uferweg entlang und suchte im dichten Gebüsch einen Durchgang zum Wasser. Einige Meter später konnte er die Frau in Not ans Ufer ziehen. Er und andere herbeigeeilte Passanten trugen die Frau die Böschung hoch. 

Für Thomi ist klar, dass das Ganze schlimm hätte enden können. «Wenn ich nicht geholfen hätte, könnte ich mir noch vorstellen, dass sie vielleicht weiter unten keine Kraft mehr gehabt hätte», sagt er. Dass der Rettungseinsatz gefährlich sein könnte, darüber hat Thomi gar nicht wirklich nachgedacht. Er sei einfach hingegangen.

Es ist nicht das erste Mal, dass der SBB-Angestellte einem Menschen das Leben gerettet hat. Vor Kurzem belebte er mit Hilfe eines Arbeitskollegen einen Mitarbeiter, der einen Herzinfarkt erlitten hatte.

Die verunfallte Frau konnte das Spital wieder verlassen. Sie hat schon Kontakt mit ihrem Retter aufgenommen und will ihm noch ein Geschenk überreichen. (ldu)