Sanierung
Ein weiterer Abschnitt der Passwangstrasse ist bald fertig

Die Sanierung der kurvenreichen Abschnitts Schiltloch auf der Passwangstrasse dauert noch bis Ende Jahr. Ab 2020 folgt die Instandstellung der Strasse ab Neuhüsli Richtung Tunnel.

Fränzi Zwahlen-Saner
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Strassenbauarbeiten Passwangstrasse Abschnitt Schiltloch
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Die Strassenbauarbeiten im Abschnitt Schiltloch dauern noch bis Ende Jahr
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse Baustelle Passwang. Strassenbauarbeiten Passwangstrasse Schiltloch
Sie sind die Verantwortlichen für die Baustelle am Passwang: (v.l. oben) Bauleiter Mirco Chanton, Polier; Bauleiter Jonas Strub; Ingenieur Elio Raveglia. (v. l. unten) Polier Alberto Aran und Walter Kummer, Kantonales Hochbauamt.
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse
Sanierung des Abschnittes Schiltloch auf der Passwangstrasse

Strassenbauarbeiten Passwangstrasse Abschnitt Schiltloch

Hanspeter Bärtschi

An der Passwangstrasse wird intensiv saniert und gebaut – das wird auch noch ein paar Jahre andauern. Nach dem neuen Abschnitt gleich nördlich des Passwangtunnels ist jetzt der sogenannte Abschnitt Schiltloch dran.

Hier ist die Strasse seit Bestehen in Bewegung, sagt Ingenieur Elio Raveglia vom Ingenieurbüro Fürst und Laffranchi, Wolfwil. Deshalb bedeutet dieser Abschnitt eine grosse Herausforderung für Ingenieure und Bauleute. «Das Stück, wie es jetzt bestanden hatte, wurde 1931 gebaut und man weiss, dass in den 1960er Jahren einmal eine grössere Sanierung stattfand.»

Es ist das Wasser, das hier vom Berg über ein Couloir auf verschiedenen Wegen unterirdisch hinunter rauscht. Dieses ist der Grund dafür, dass an diesem Strassenteil immer wieder Schäden oder gar Abrutschungen entstanden sind.

Für eine erfolgreiche Sanierung ist es deshalb nötig, das Gelände zu entwässern. Die dafür notwendigen Massnahmen hat man bereits im vergangenen Jahr ausgeführt, indem Sickerleitungen ins Gelände eingebaut wurden, die das Wasser auf der Wiese unterhalb der Strasse in Schächten auffangen.

«Es sind zwölf sogenannte Wirbelfallschächte, in welchen das von Schlamm und Strassenschmutz gereinigte Wasser gesammelt wird. In den Schächten wird dem Wasser mittels ihrer eingebauten ‹Wirbel› die Geschwindigkeit gebrochen», erklärt Walter Kummer, Projektleiter Grossprojekte Kunstbauten im kantonalen Hochbauamt.

Die alte Mauer bleibt dort

Die alte Stützmauer, die aus den dreissiger Jahren stammt, wird an ihrer Stelle belassen und neu mit langen Ankern mit ihrem Hintergrundgelände verbunden. Davor wird eine neue Beton-Stützmauer gebaut und ebenfalls mit dem Gelände gesichert. «Die alte Stützmauer haben wir aus Gründen der Stabilität des Terrains dort belassen», sagt Kummer.

«Zudem hätten wir viel zu viel Erde für die neuen Fundamente abtragen müssen, wenn wir diese Mauern weggerissen hätten. Dies wäre um ein Vielfaches teurer geworden», sagt Bauleiter Mirco Chanton. «Die neue Stützmauer wird in Segmenten gebaut, wie das heute üblich ist», erklärt Raveglio.

Der Strasse wird im grossen und ganzen ihrem bisherigen Verlauf gefolgt. Ausser einer Kurve, deren Gefährlichkeit auf einen immer enger werdenden Radius zurückzuführen ist. Diese hat man mit einem runderen Verlauf abschwächt.

Ähnlich wie beim Abschnitt oben beim Zingelentunnel wird auch hier die Strasse etwas breiter gebaut. Dazu mussten Grossrohrpfähle ins Fundament einbetoniert werden und darauf die Strassenkofferung und der Belag angebracht. Die alte Sickerleitung wurde belassen und zusätzlich eine Neue verlegt. Insgesamt ist dieser Abschnitt zirka 250 Meter lang.

Sanierung Passwangstrasse
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Abschlussarbeiten an den «Wannen».
Die frisch betonierte «Wanne» wird vor Nässe geschützt.
Ein Bauarbeiter trägt Abdichtungsstreifen, die entlang der Geländermauern montiert werden.
V.l. Polier Alberto Aran (hinten), Walter Kummer, Bauleiter Mirco Chanton, Elio Raveglia, Daniel Zimmermann.

Sanierung Passwangstrasse

Hanspeter Baertschi

Die Waldstücke unterhalb der Strasse haben jetzt teilweise steileres Terrain bekommen. «In Zusammenarbeit mit dem Amt für Umwelt und dem Raumplanungsamt wurden die Böschungen neu planiert und teils bereits schon mit Humus aufgefüllt, damit wieder Wiesland wachsen kann. In den Waldstücken wurden Sicherungsnetze aus Biomaterial ausgelegt, damit sich Waldpflanzen wieder ansiedeln können», beschreibt Kummer die Massnahmen.

Bei allen Arbeiten sei man mit den zuständigen Förstern und Landbesitzern stets im Gespräch. Mit dem Verkehrlaufe es gut, sagt Kummer. «Die Leute haben sich inzwischen daran gewöhnt, dass am Passwang gebaut wird.»

Ob sich das Gelände hier trotz der Sickerleitungen weiter bewegt, werde bereits heute halbjährlich gemessen, so Kummer. Die Bauarbeiten in diesem Abschnitt sollten bis Ende 2017 beendet sein. Ab 2020 wird die Sanierung der Passstrasse ab Neuhüsli Richtung Tunnel wiederum in Etappen an die Hand genommen.

Die Kosten der Strassensanierung vom Zingelentunnel Nordportal bis Schiltloch betragen insgesamt 21,5 Mio. Franken, inklusive Nachtragskredit.

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