Oberbuchsiten
Ein Hin und Her seit 2011 – Wird der Container ewig bleiben?

Seit 2011 ist die Schulraumerweiterung in Oberbuchsichten ein Thema, jetzt ist der nächste Schritt geplant, oder doch nicht?

Myriam Sperisen
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Bruno Kissling

Seit Jahren feilt die Gemeinde Oberbuchsiten an ihrer Schulraumplanung, und seit Anfang Schuljahr besucht nun die 5. Klasse im Schulhaus Steinmatt den Unterricht in einem aus mehreren Elementen zusammengesetzten Containerr. Dies sollte eine Übergangslösung sein. Der Container gehört der Gemeinde, und kann laut Gemeindepräsident Daniel Lederer während allfälliger Bauarbeiten eingesetzt werden.

Bauarbeiten? Lederer relativiert sofort: «Wir wissen noch nicht, wie es weiter geht, und die Arbeitsgruppe wird sich nicht dazu äussern, bevor sie den Gemeinderat informiert hat. Anfang 2019 wird es soweit sein, wenn die Lösungen unterbreitet werden.» Die Arbeitsgruppe Schulraumplanung war gegründet worden, um endlich eine akzeptable Lösung in dieser Sache zu erarbeiten. Sie besteht aus folgenden Mitgliedern: Mario Siegenthaler, Vorsitz; Hans Peter Schrenk; Schulleiterin Andrea Schenker; Marcel Jenny und Christoph Nünlist.

Hin und Her seit 2011

Oberbuchsiten könnte längst weiter sein mit der Schulraumplanung. Bereits an der Budget-Gemeindeversammlung vom Dezember 2014 wurden angeregte Gespräche darüber geführt. Damals ging es um einen Kredit von 100 000 Franken, die der Gemeinderat im Zuge mit ein paar anderen Krediten dafür beantragt hatte. Da wurde kritisiert, dass der Souverän bereits vor drei Jahren — also 2011 — über drei ausgearbeitete Projekte hätte entscheiden sollen.
Doch damals blitzte das Geschäft vor dem Souverän ab und später wurde es sogar vom Gemeinderat sistiert. Grund: Laut Lederer hatte der damalige Schulleiter verkündet, dass es doch nicht zu viele Kinder hat und keinen zusätzlichen Schulraum brauche, das Thema war also nicht mehr akut. Zumindest vorläufig.

2015 wurde schliesslich das Planungsbüro Kontextplan beigezogen, das in seiner Machbarkeitsstudie 2015 feststellte: «Das Standort- im Raumkonzept genügt den Anforderungen nicht mehr.» Schliesslich wurden zwei Lösungskonzepte erarbeitet, die im Frühling 2017 vor die Urne kamen. Keine der Varianten konnte sich in einem Stichentscheid durchsetzen, und es wurde gar über das Abstimmungsresultat gestritten. Dies geschah drei Monate vor Ablauf der Legislatur. Daniel Lederer dazu: «Den Einwohnerinnen und Einwohnern waren die Projekte zu teuer.» Es ging damals um den Betrag von rund 7 Mio. Franken. Zudem lag das Problem darin, dass es quasi zwei entgegengesetzte Varianten gab, eine zentralisierte, mit einem Schulstandort und eine dezentralisierte mit zwei Standorten.

Schüler haben nichts dagegen

Bevor die Lösung vorhanden ist, muss also der Container als Schulzimmer herhalten. Dies, weil die Zahl der Schülerinnen und Schüler steigend ist, was die Ursache aller Diskussionen und Projekte darstellt. Ausser dass im Container-Schulzimmer die Platzverhältnisse etwas enger sind, gehen die Kinder laut Informationen, die dieser Zeitung vorliegen, sehr gerne dort zur Schule. Vielleicht auch, weil das Provisorium beinahe besser ausgestattet ist als die herkömmlichen Schulzimmer, die schon etwas in die Jahre gekommen sind. Bereits im vergangenen Frühling waren Eltern und Schüler im «1. Quartalsbrief für das Schuljahr 18/19» vom neuen Schulraum in Kenntnis gesetzt worden: «Da auf das neue Schuljahr hin wieder eine Klasse eröffnet werden muss, stellt der Gemeinderat ein gut eingerichtetes zusätzliches Schulzimmer mit Gruppenraum, Garderobe und WC–Anlage in einem Container bereit. Der Container kann bei den kommenden Schulraumerweiterungen auf jeden Fall nützlich eingesetzt werden.»

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