Lostorf
Ein dunkleres, dezenteres und eleganteres Rot als bisher

Musikgesellschaft und Jugendmusik Lostorf weihten am Samstagabend ihre neue Uniform ein. Gemeindepräsident Thomas A. Müller betonte in seiner Ansprache die starke Verbundenheit der Musikgesellschaft mit der Lostorfer Gemeinde.

Eugen Busslinger
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Musikgesellschaft und Jugendmusik Lostorf präsentieren sich in der neuen Uniform.

Musikgesellschaft und Jugendmusik Lostorf präsentieren sich in der neuen Uniform.

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Mit Spannung erwarteten Freunde und Angehörige der Musikgesellschaft Lostorf den Auftritt «ihres» Vereins mit der neuen Uniform. Zu modernen Schlagzeug- und Fanfarenklängen aus Elvis Presleys «CC Rider» marschierten sie in die Dreirosenhalle ein.

Um es gleich vorwegzunehmen: Rot und schwarz sind die vorherrschenden Farben der neuen Kleider. Passend zum Anlass erklang zum Auftakt Franz Davids «Gala-Abend».

Starke Verbundenheit

Präsident Stéphane Rothen begrüsste am Samstagabend die zahlreichen Gäste und Spender und freute sich über die äusserst zahlreichen finanziellen Zuwendungen. Gemeindepräsident Thomas A. Müller betonte in seiner Ansprache die starke Verbundenheit der Musikgesellschaft mit der Lostorfer Gemeinde. Es sei darum für die Behörden selbstverständlich gewesen, den Verein grosszügig zu unterstützen und vier ganze Uniformen zu spenden. «Eine Uniform zu tragen, bedeutet nicht Gleichmacherei, es ist dies vielmehr optischer Ausdruck der Verbundenheit und der Gemeinschaft», so Müller.

An Auftritten sei es auch wichtig, einen ersten guten Eindruck zu machen. Nun passe alles bestens zusammen: Die Musikgesellschaft spiele und klinge gut und sehe nun auch dementsprechend aus. Eine Musik ohne Uniform sei wie eine Pizza ohne Peperoncini, meinte er schmunzelnd zum Schluss und wünschte dem Verein alles Gute für die Zukunft.

Daniel Mathys, Präsident der sechsköpfigen Uniformenkommission, erläuterte die Details zur neuen Uniform. Gegenüber dem alten Gilet von 1991 ist das Rot dunkler und wirkt damit dezenter und eleganter. Die Erfahrungen mit der alten Uniform haben aber auch zu neuen Überlegungen geführt. Der Veston sei fast nur bei kaltem Wetter und bei der Marschmusik an Musikfesten getragen worden.

Gegen die Kälte war er aber keine wirkliche Hilfe. Deshalb hat die neue Uniform keinen Kittel mehr, sondern eine schwarze Softshell-Jacke, die sowohl atmungsaktiv und wärmend als auch wind- und regenabweisend ist. Ein roter Spickel macht sie im Kleiderkasten als Uniformstück erkennbar. Die grössten Diskussionen habe die Wahl des Hutes ausgelöst, anfänglich wollte man gar keinen mehr kaufen. Wie es sich bisher bei gemeinsamen Auftritten bewährt hat, erhalten die Mitglieder der Jugendmusik das gleiche Gilet und die gestreifte Kravatte.

Dank in Form von Lebkuchen

Sergio Giorgetta, der mit sympathischen Worten durch das musikalische Geschehen führte, sagte darauf einen weiteren passenden Titel an. Zu Joe Cockers Hit «You Can Leave Your Hat On» wurde sinnigerweise der neue Hut aufgesetzt. Mit einem grossen Lebkuchen bedankte sich der Verein bei den grössten Gönnern, die eine oder gar mehrere Uniformen beigetragen hatten. Passend dazu waren die Komposition von Lukas Bruckmeyer, «Böhmisches Dankeschön» und Michael Bublés «It’s A Beautyful Day».

Leider wird Dirigent Christian Joseph den Verein im Sommer verlassen. Als Dank und zur Erinnerung erhielt er einen Gutschein und ein Bäumchen, das er nun auch formen könne, wie er den Verein in den letzten Jahren geformt und verbessert habe. Er durfte sich darauf in einen roten Polstersessel setzen und einer Eigenkomposition zuhören. Geleitet von Daniela Niederhauser, spielten die beiden Formationen seinen bodenständigen, wohlklingenden «Schloss Wartenfels Marsch». Beliebte Melodien aus den 70er-Jahren brachte das Medley «James Last Golden Hits». Das letzte Stück, «All The Best» von Otto M. Schwarz, war auch ein Glückwunsch für alle Zuhörerinnen und Zuhörer sowie für die Spender.

Gerüstet für die Musiktage

Mitte Juni finden in Lostorf die regionalen Musiktage statt. Als Organisator wird die Musikgesellschaft die Ehre haben, den Marschmusikwettbewerb zu eröffnen. In der neuen Uniform wird sie nicht nur durchmarschieren, sondern mit Evolutionen aufwarten.

Christian Joseph hat dazu unter dem Titel «MGL On The Road» ein neues Arrangement geschrieben, das mit dem Marsch «Bärner Musikanten» von seinem Vater Walter Joseph beginnt und dazwischen mit rhythmischen Überraschungen gespickt ist. – Nach dieser interessanten Zugabe erfreuten sich alle gemeinsam am reichhaltigen Apéro, den die Mitglieder zum Dank an die Spender selbst zubereitet hatten.

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