Oensingen
Der Grundstein für die grösste Investition in der Geschichte der Gemeinde ist gelegt

Mit Regierungsrat Remo Ankli beging die Gemeinde Oensingen die Grundsteinlegung für das neue Schulhaus. Das Ausbauprojekt kostet 10,8 Millionen Franken und ist somit die grösste Investition in der Geschichte der Gemeinde.

Erwin von Arb
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Die Grundsteinlegung (v. l.): Gemeindepräsident Fabian Gloor, Regierungsrat Remo Ankli, Gemeinderätin Selina Hänni und Schulleiter Urs Fischer vergraben den mit Dokumenten und Fotos bestückten Aktenkoffer in der für den Erweiterungsbau ausgehobenen Baugrube.
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Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf, Oensingen
Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf, Oensingen
Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf, Oensingen
Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf Oensingen
Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf, Oensingen
Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf, Oensingen
Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf, Oensingen
Spatenstich Neubau Schulhaus Oberdorf, Oensingen

Die Grundsteinlegung (v. l.): Gemeindepräsident Fabian Gloor, Regierungsrat Remo Ankli, Gemeinderätin Selina Hänni und Schulleiter Urs Fischer vergraben den mit Dokumenten und Fotos bestückten Aktenkoffer in der für den Erweiterungsbau ausgehobenen Baugrube.

Bruno Kissling

Oensingen braucht dringend neuen Schulraum, um mit dem rasanten Wachstum der Gemeinde Schritt zu halten. Keine andere Gäuer Gemeinde wuchs in den letzten Jahren so stark wie Oensingen. Zum Ausdruck kommt dies bei der Bevölkerungszahl, welche seit dem Jahr 2000 um 2063 Personen auf 6493 Einwohnerinnen und Einwohner angewachsen ist.

Bei der am Donnerstagnachmittag vollzogenen Grundsteinlegung für den Erweiterungsbau des Schulhauses Oberdorf sprach Gemeindepräsident Fabian Gloor denn auch von einem historischen Tag. «Wir legen den Grundstein für die grösste Investition in der Geschichte unserer Gemeinde» meinte er mit Blick auf das 10,8 Millionen Franken teure Ausbauprojekt.

Schuljahr 2019/2020 im Visier

Gloor erinnerte an die über zwei Jahre dauerende Vorbereitungszeit für das Projekt (siehe auch Box) und dankte allen Beteiligten für ihr Engagement. Wertvolle Arbeit geleistet hätten neben vielen anderen der projektleitende Alt-Gemeinderat Christian Hunziker, der Leiter Bau Andreas Affolter sowie Schulleiter Urs Fischer. Letzterer habe zusammen mit Maja Wyss in unzähligen Sitzungen die pädagogische Seite in das Projekt eingebracht.

Gloor erwähnte auch Gemeinderätin Selina Hänni. Sie habe sich rasch in das komplexe Dossier eingearbeitet und wirke bereits tatkräftig mit. «Ich bin überzeugt, dass das auch in der Bauphase so weiter geht und wir in eineinhalb Jahren die Inbetriebnahme des Schulhauses feiern können», meinte Gloor zuversichtlich.

Der als Gast anwesende Regierungsrat Remo Ankli beglückwünschte die Gemeinde zu ihrer zukunftsgerichteten Investition. Die Grundsteinlegung sei ein symbolischer Akt, der den Anfang von etwas Bedeutendem zum Ausdruck bringe. Bedeutend, weil hier ein Grundstein der Bildung und Ausbildung für ein erfolgreiches Leben, insbesondere für ein erfolgreiches Arbeitsleben von unzähligen Schülerinnen und Schülern gelegt werde.

 Der Erweiterungsbau des Schulhauses Oberdorf im Modell.

Der Erweiterungsbau des Schulhauses Oberdorf im Modell.

Zur Verfügung gestellt

Bereit sein, Neues zu lernen

Mit der zunehmenden Komplexität, der wachsenden Bedeutung von Technologien und digitalisierter Prozesse werde die Bildung immer wichtiger, so Ankli. Vor allen die Digitalisierung löse neben Freude und Zustimmung auch Abwehrreflexe aus.

Diese in hoher Geschwindigkeit ablaufenden Prozesse der Veränderung und des Umbruchs könne gewinnbringend genutzt werden, wenn man bereit sei, immer wieder Neues zu lernen. «Dazu ist Freude am Lernen notwendig», unterstrich Ankli.

Die Schule, von der Volksschule bis zur Berufsschule, vom Gymnasium bis zur Hochschule, habe die Aufgabe, Freude am Lernen und damit Bildung zu vermitteln. Der Regierungsrat wünschte der Schule in Oensingen die Vermittlung dieser Freude am Lernen und der Bildung. «Damit die Schule zum Grundstein eines erfolgreichen Lebens der Schülerinnen und Schüler wird.»

Im Anschluss wurde in der rund 3 Meter tiefen Baugrube für den erwähnten Erweiterungsbau ein Aktenkoffer in einem vorbereiteten Loch versenkt. Darin befinden sich Dokumente, welche den politischen Werdegang des Projekts aufzeigen. Schulleiter Urs Fischer legte noch Fotos und Namenslisten von den aktuellen Schülerinnen und Schülern sowie von der Lehrerschaft in den Koffer. Ein Zeitungsbericht von der Einweihung des Schulhauses Oberdorf aus dem Jahr 1994 komplettiert den Inhalt.

«Optimus Prime»: Stimmberechtigte stehen hinter dem Projekt

Das zur Ausführung gelangende Projekt «Optimus Prime» für den Erweiterungsbau des Schulhauses Oberdorf in Oensingen wurde von der S+B Baumanagement AG (Pratteln) in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro Engler Architekten (Basel) erarbeitet. «Optimus Prime» ging siegreich aus einem Architekturwettbewerb hervor.

Das Gesamtprojekt beinhaltet den Erweiterungsbau mit kompletter Einrichtung und Möblierung samt Umgebungsgestaltung sowie Umbau-, Anpassungs- und Renovationsarbeiten am bestehenden Schulhaus. Der dafür nötige Kredit vom 10,8 Millionen Franken wurde am 12. Dezember 2016 von der Gemeindeversammlung einstimmig zuhanden der Urnenabstimmung vom 12. Februar 2017 verabschiedet.

Auch bei diesem Urnengang machten die Stimmberechtigten deutlich, dass sie hinter dem Projekt der Gemeinde stehen. 70 Prozent der Urnengänger befürworteten bei einer Stimmbeteiligung von 44,27 Prozent den Ausbau des Schulhauses.

Das Projekt

Der in den Hang gebaute Erweiterungsbau unterhalb des Schulhauses Oberdorf wird über drei Geschosse verfügen. Das neue Schulhaus umfasst acht Schulzimmer, die sich jeweils an den Gebäudeecken befinden und damit zweiseitig belichtet werden. Dazu kommen zwei Werkzimmer mit Materialräumen, vier Gruppenräume, ein Lehrerarbeitsraum, grosszügige Lernnischen, Garderoben und Toiletten sowie Technikräume.

Mit Dächern, dem neuen unteren Pausenplatz und einer Freitreppe zum mittleren Pausenplatz wird eine Verbindung mit dem südlich des Schulhauses Oberdorf positionierten Erweiterungsbau geschaffen. Zusammen mit der Umgebungsgestaltung soll ein neues Ensemble mit verbindendem Charakter entstehen. (eva)