Triathlon
Das WM-Fieber hat ihn schon jetzt: Manuel Hürzeler über die bevorstehende WM im September

Für Manuel Hürzeler zählt diese Saison nur die WM in Nashville im September. Der Trainingsplan dafür steht schon.

Raphael Wermelinger
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Dank einem sechsten Kategorienrang Mitte Dezember in Bahrain hat Manuel Hürzeler das Ticket für die WM 2017 im Sack.

Dank einem sechsten Kategorienrang Mitte Dezember in Bahrain hat Manuel Hürzeler das Ticket für die WM 2017 im Sack.

zvg

Der Oensinger Manuel Hürzeler denkt schon jetzt an den 9. September 2017. An diesem Tag wird in Nashville in den USA die Weltmeisterschaft im Halbironman stattfinden. Die Qualifikation für seine zweite WM-Teilnahem in Folge hat der 31-Jährige bereits in der Tasche. Dank einem sechsten Kategorienrang Mitte Dezember am Rennen in Bahrain.

«Trotz einer kurzen Vorbereitungszeit von knapp neun Wochen konnte ich in Bahrain meine persönliche Bestzeit um drei Minuten unterbieten», blickt Hürzeler zurück. Und dies, obwohl das Rennen nicht optimal lief, wie er ergänzt: «Ein technischer Defekt am Rad bremste mich zwischenzeitlich aus. Trotzdem stimmte am Schluss das Resultat. Ich merkte in Bahrain aber auch, dass ich mich noch deutlich steigern kann.»

Frisch an die WM

Manuel Hürzeler ist froh, dass seine Teilnahme an der WM im September bereits fix ist. Im vergangenen Jahr konnte er sich erst im letzten Moment für die WM in Australien qualifizieren. «Dieses Jahr kann ich meine Trainings- und Rennplanung voll und ganz auf die Weltmeisterschaft auslegen.» Welche Rennen stehen zuvor noch im Kalender?

«Im Juli werde ich sicher den Halbironman in Schottland bestreiten, im August starte ich im Allgäu. Alle anderen Rennen werden in der Schweiz stattfinden», antwortet Hürzeler. Er rechnet damit, dass er an der WM im Vergleich zum Vorjahr «wesentlich frischer» sein wird und «voll angreifen kann».

Obschon er sich mit seinem Abschneiden nicht zufrieden zeigt, bezeichnet Hürzeler die Weltmeisterschaft in Australien im letzten Jahr als grossen Saisonhöhepunkt: «Das ganze Drumherum an diesem Grossanlass in einem absolut sportverrückten Land war einfach eindrücklich.» Als weitere Highlights im Jahr 2016 nennt Hürzeler die Rennen in St. George, Bahrain sowie Budapest.

«In Ungarn konnte ich meine Bestzeit im Halbironman unterbieten», resümiert Hürzeler. «Ich beendete das Rennen innert vier Stunden und 34 Minuten.» Rückschläge musst er schon lange nicht mehr einstecken, freut er sich. Seit Mitte 2015 konnte er durchgehend verletzungsfrei und ohne Krankheiten trainieren.

Er habe nach der WM und dem Seeland-Triathlon in Murten im September allerdings gemerkt, dass seine Tanks allmählich leer waren. «Deshalb gönnte mir eine kurze Auszeit von rund vier Wochen. Danach war ich wieder voll motiviert.»

Top-50-Platz an WM im Visier

Hürzeler weilt aktuell im zweiwöchigen Trainingslager auf Fuerteventura. Der Halbironman im Juli in Schottland wird sein nächster wichtiger Wettkampf sein. Er erhofft sich eine Klassierung unter den besten Fünf in seiner Kategorie. Und bei der WM in Nashville, dem wichtigsten Fixpunkt? «Wenn ich meinen Trainingsplan voll umsetzen kann, ist ein Top-50-Rang realistisch», so Hürzeler.

In Australien hatte es im letzten Jahr nicht zu einem Spitzenplatz gereicht, weil er auf der Laufstrecke nicht auf Touren kam. Dieses Jahr soll es anders kommen, Hürzeler will in den USA über sich hinauswachsen. Er zeigt sich schon jetzt optimistisch: «Da ich 2017 weniger Rennen mache, werde ich auch weniger reisen.

Es wird also ein deutlich ruhigeres Jahr für mich, wodurch ich mich viel besser auf die WM fokussieren kann und im Vorfeld keine unnötigen Kräfte verbrauche. 2016 konnte ich mich nur zehn Wochen auf die WM vorbereiten, jetzt sind es zehn Monate.»

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