Ferienhaus
Das «Wilera» gehört nun der Bürgergemeinde Oensingen

Die Bürgergemeinde Oensingen stimmte dem Kauf des Ferienhauses im Wallis und Investitionen in Millionenhöhe zu.

Bruno W. Heiniger
Drucken
Teilen
Das Ferienhaus Wilera in Bellwald.

Das Ferienhaus Wilera in Bellwald.

Zur Verfügung gestellt

Coronabedingt fand die Bürgergemeindeversammlung für einmal nicht in den gewohnten Räumlichkeiten, sondern aus aktueller Situation im Bienken-Saal statt. Nur drei Tage zuvor, im selben Saal, hat die Einwohnergemeinde bei ihrer Versammlung dem Verkauf des Ferienhauses Bellwald an die Bürgergemeinde zugestimmt. Mit 27 Stimmen nickte auch die Bürgergemeinde den Kauf ab. Somit bleibt das Ferienhaus «Wilera» weiterhin in Oensinger Hand.

Der Kauf des Ferienhauses war nicht so abwegig

Als vor mehr als einem Jahr durchsickerte, dass die Einwohnergemeinde das Walliser Objekt verkaufen möchte, gab es einen Aufschrei im Dorf. Man hatte Angst, dass das Ferienhaus an einen auswärtigen Interessenten verkauft würde. Das Engagement der Einwohnergemeinde geht bis ins Jahr 1956 zurück, zum Kauf der damaligen Baracke. Sowohl die erste Baracke, als auch die zweite, die im Jahre 1962 neu erstellt wurde, erlitten das gleiche Schicksal: Das Gewicht des gefallenen Schnees war zu hoch und die Baracken stürzten ein.

Dies führte dazu, dass im Jahre 1978 das Ferienhaus «Wilera» neu erbaut wurde. Bei diesem Neubau erfolgte damals schon eine Unterstützung durch die Bürgergemeinde. So war es nicht ganz abwegig, dass sich die Bürgergemeinde (Bürgerrat) Gedanken zum Kauf des Ferienhauses machte. Schliesslich einigte man sich mit der Einwohnergemeinde für eine Übernahme – immer vorausgesetzt, dass beide Gemeindeversammlungen den zwei Geschäften zustimmen.

Über 8 Millionen Franken Investitionen

Nachdem anlässlich der Rechnungsgemeinde Mitte September dem Kredit für die Sanierung des Berggasthofes Roggen zugestimmt wurde, beträgt das Investitionsvolumen für 2021 8,727 Mio. Franken. Nebst Sanierung «Roggen» und Kauf Ferienhaus «Wilera», beinhaltet das grössere Millionenvolumen den Erwerb einer Waldparzelle auf dem Gemeindegebiet Oberbuchsiten, die Erweiterung des bestehenden Wärmeverbundnetzes im südlichen Leuenfeld sowie im gegenüberliegenden «Rondo» und die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges und Anhängers für den Forstbetrieb.

Verwalter Reto Bobst präsentierte zudem das Budget 2021 zur Bürgerrechnung, welches einen Gewinn von 987 Franken vorsieht. Im Vergleich zum Vorjahr sieht der Voranschlag bei den Ausgaben einen rund 451'900 Franken höheren Betrag vor. Diese höheren Ausgaben stammen mehrheitlich aus dem Betrag für «läbige Rogge» sowie für das Schloss Neu Bechburg. Die Bereiche Inertstoffdeponie, Grubenfonds und Energiezentrum sehen Ertragsüberschüsse vor, während beim Bürgerhaus Roggen, der Liegenschaft Bellwald und beim Roggenberg Mehrausgaben zu verzeichnen sind.

Aktuelle Nachrichten